48Und ebendiese bald trüben, bald hellen, baldniederschlagenden, bald aufmunternden Aussich-ten und Hoffnungen, die sich allenthalben demmenschenfreundlichen Weisen, dem redlichen wohl-wollenden Staaatsmanne und Regenten, demfrommen Lehrer der Religion und des Christen-thums zeigen, die öffnen sich endlich auch fürdich, mein Bruder, meine Schwester, der oderdie du Ruhe und Zufriedenheit liebst,und nach Ruhe und Zufriedenheit strebst. Dienahe Zukunft läßt dich wenig für deine sehnlich-sten Wünsche hoffen. Sie ist trübe, und wirdimmer dunkeler. Kein menschlicher Geist ver-mag es vorauszuſehen, wann der uͤber uns brau-sende Sturm sich legen, wie weit er die allent-halben lodernden Flammen noch treiben, wieviel Verheerung und Jammer er dadurch nochstiften werde. Wenn Leichtsinn und Wahn sichferner noch, wie bisher, über alle, selbst überdie ernsthaftesten, erhabensten Gegenstände desmenſchlichen Denkens und Wiſſens verbreiten;wenn der verheerende Geist der Umwälzung undAuflösung aller bestehenden Verfassungen undOrdnung der Dinge allenthalben die blutigeFackel des Aufruhrs= und der Empörung ſchwin-gen; wenn Unglaube und Sittenloſigkeit ihrReich allgemeiner noch ausbreiten, und alle ed-leren Grundsätze, alle feineren Empfindungenaus menſchlichen Herzen vertilgen werden; dannwird
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3 (1800)
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