28schlecht, aller Wohlthaten und Segnungen derReligion so viel fähiger und würdiger werdevielleicht müssen meine Brüder alle Stürme dergefährlichsten Revolutionen, der Zügellosigkeitund Verwirrung vorher durchlaufen, und wäh-rend ihrem Laufe die schwersten Leiden erdulden-wenn anders unter so vielen Millionen, vonVorurtheilen eingenommener, von heftigen Lei-denschaften getriebener Sterblichen, das Reichder Freyheit, das Reich der Wahrheit und derGesetze, errichtet und festgegründet werden soll!Und wie vielmehr Gründe zu meinem Trosteund meiner Beruhigung würde ich nicht, auchbey dem trübsten Blicke auf die nähere oder ent-ferntere Zukunft haben, wenn ich sie mit demAuge des Allsehenden zu schauen, mit dem Ver-stande des Unendlichen zu umfassen vermögte?Lasset uns ferner die Aussichten betrachten,welche sich dem Staatsmanne und Re-genten in dem kommenden Jahrhunderte eröff-nen. Er ist es vorzüglich, der bei den äusser-ordentlichen Auftritten am Ende des gegenwär-tigen, sich entsetzt und irre wird, undoft bey sich, und unter andern die Frage auf-wirft: Was will das werden? Was darfich mir in Zukunft von der Wohlfarth und Glück-ſeligkeit der Völker verſprechen? Wird ſie immerzunehmen, immer größer und blühender werden?Wird man es immer deutlicher erkennen, immerleben-
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3 (1800)
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