16und seine menschenfreundliche Seele mit Kum-mer und trauriger Ahndung erfüllte.Und welcher Anblick ist stark genug, die See-le dieses Weisen zu erschüttern, und an dieStelle der entzückendſten Hoffnungen Beſorgnißund Kummer zu setzen? Der Anblick, die un-mittelbare Erfahrung von allen Thorheiten, allenAusschweifungen und Lastern, am Ende diesessonst so glorreichen Zeitraums. Soll er noch fer-nere, noch größere, höhere Bildung und Ver-vollkommnung des menschlichen Geschlechtes inkommenden Zeiten, durch noch größere Ausbrei-tung und Vermehrung des Reiches der Wissen-schaften und Künste erwarten? Wie wenig be-rechtigt ihn dazu, die Beschaffenheit der Men-schen; wie wenig der sich allenthalben immer stär-ker, immer sichtbarer äußernde Geist unserer Zeit!Sind es nicht Leichtsinn, nicht Eitelkeit undWahn; die allenthalben unter uns herrschen,und immer herrſchender werden? Iſt es nicht dieErziehung unserer Jugend, welche schon frühden Geist des Leichsinns, der Eitelkeit und desWahns, einpflanzt, nähret, und allenthalbenverbreitet? Darf er sich wohl, mit einigem Schei-ne von Hoffnung, die höhere Bildung und Ver-edelung des menschlichen Geschlechts durch Wis-senschaften und Wahrheit, von leichtsinnigen,eiteln, von einem bloßen Dunſte des Wiſſenserfüllten und verwöhnten Menschen versprechen?Wird1
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