Druckschrift 
3 (1800)
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

Geschlecht allmählig entwickelt, und, unter undnach mancherley Veränderungen und Abwechse-lungen seines Zustandes, in dem zu Ende eilen-den Jahrhunderte, eine, alle vorherigen weitübertreffende Stufe der Bildung und Vollkom-menheit erreicht hat. Ja, mit der innigstenRührung, dem feurigſten Danke gegen Ihn, denEwigen, den Höchstvollkommnen, erkennt er es,daß noch nie, in keinem Zeitalter der Welt, dieKenntnisse und Wissenschaften aller Art, so all-gemein blüheten und allenthalben von allen ver-ehrt wurden; daß noch nie, in keinem Zeitalterder Welt, das Licht der Religion so sanft undhelle leuchtete, und die Menschen zum Guten er-wärmte; daß noch nie, in keinem Zeitalter derWelt, der Wahrheit und Freyheit mächtigerRuf, so laut und stark die Menschen und Völ-ker durchdrang; daß noch nie, in keinem Zeital-ter der Welt, ſo viele Mittel zum frohen, wei-ſen Lebensgenuſſe vorhanden, und faſt allenthal-ben bekannt waren: als in dem Jahrhunderte,welches ſich, vor ſeinen Augen jezt, mit reißen-der Schnelligkeit, ins Meer der Ewigkeit stürzt.Und allerdings würde ihn diese Ueberzeugung,dieſe Betrachtung der bereits erſtiegenen Höhe,selbst zu den kühnsten Hoffnungen für die Zukunftberechtigen, und ihm die reizendsten Aussichtenin dieselbe eröffnen, wenn nicht ein anderer An-blick den Flug seiner Einbildungskraft hemmte,und