Wir sollten nicht alles, was wir können und ver-mögen anwenden, nicht alle unsere Kräfte an-strengen, um den drohenden Gefahren vorzubeu-gen, dem so oft und so sehr besorglichen Elendezu wehren? Sind es denn nicht unsere Kinder,sind es nicht unsere Nächkommen, welche es tref-fen würde? Ist es nicht das Reich unseres Got-tes, das Reich der Wahrheit und höheren Glück-seligkeit, welches dann leidet? Und wird nichtselbst das Glück des besseren Lebens dadurch ver-mindert, und ein beträchtlicher Theil unsererkünftigen, edleren Freuden zerstört?Wohlan, laßt uns denn, in so ferne es Sterb-lichen vergönnet ist, einen ernsthaften Blick aufdie Zukunft, auf das kommende Jahrhundertwerfen. Die Gegenwart, das was wir bishermiteinander gesehen und betrachtet haben, solluns ihre Dunkelheit, wo nicht zerstreuen, docherhellen, ihren, sonst undurchdringlichen Schley-er, wo nicht enthüllen, doch lüpfen. Frohe Hoff-nungen und kummervolle Ahndungen, hohe, erstin der spätesten Zukunft sichtbare Vortheile, undaus dunkeler Ferne drohende Gefahren, werdenunsere Brust wechselsweise erheben, und zerreißen,mit edler reiner Freude, und mit herzzerreißen-dem Graue durchdringen. Doch beides nur,damit wir uns, an unserem Theile, gegen dro-hende Gefahren stärken und waffaen, und destomuthiger und standhafter an dem Gebäude unse-rer
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3 (1800)
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