VIIneuernden Erfahrung nicht wankt, denken undurtheilen, was und wie sie wollen, in so fernesie uns nur mit ihrem Wirken und ihren Hand-lungen verschonen. Denn der Proben, wohinam Ende ihre ungemeine, und jedem in ihreGeheimniſſe Uneingeweihten unbegreifliche Weis-heit führt, sind nun beydes zum Glücke undUnglücke der Völker und Staaten genug gemacht.Es giebt aber auch noch eine andere ehrwürdigeClasse von Menschen, denen es wahrhaft umdie Ehre und den Ruhm ihres Geschlechtes, undzwar mehr als um ihre eigne Ehre, und ihreneignen Ruhm zu thun ist; die eifrig jede Ver-besserung und Vervollkommnung im Staat undin der Kirche wünschen; die mit dem Verfasserdes altfränkischen und altdeutschenGlaubens sind, daß diese nur auf rechtlichemGege, d. h. auf dem Wege der Pflicht undEhre gesucht und erstrebt werden müssen; diedabey, nicht ruhmredig und hoffärtignicht selbstsüchtig und eitel, sondern bescheidensind und mäßig von sich halten. Bey ihnen ge-schieht es zuweilen aus zu großer Beschei-denheit, aus ungerechtem Mißtrauen gegensich selbst, gegen ihre Grundsätze und Kräfte,daß sie Meinungen und Urtheile und Entwürfe,die in unsern Tagen populär und zwar imhöchsten Grade geworden sind, nicht immer ganznach Verdienst und Wahrheit schätzen; daß sieih-
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3 (1800)
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