holte Schlucht., welche man das Ehrenthal heilst,vielleicht weil hier ein Metall gewonnen wird , wel-ches die Menschen höher in Ehren zu halten pfle-gen , als sich selbst. In diesem Thale brechen Blei-«nd Silberstufen. Zerstreut liegen darin einige Hüt-ten von Bergleuten bewohnt, und eine ärmliche Ka-pelle, wo sie ihren Gottesdienst feiern.
In der That sind die Rhcingeger.den nicht nurreitzend in ihrer Aussenseire , sondern auch reich anschätzbaren Producten in ihrem Innern, und zumTheil von einer Beschaffenheit, welche der Culturdes Weinstocks vorzüglich zusagt. Aus dein Sandedes Flusses wird an verschiedenen Stellen Gold ge-waschen. Die grofse Bergreihe , welche das Rhein-thal bildet., ist eine ununterbrochne Kette des hohenTaunus. Die Mergelhöhen bei Hochheiin haben viel-leicht ein Steinkohlenflöz unter sich. Der Johannes-berg besteht aus fetter Siegelerdc, welche die Wär-me leicht einsaugt, um Rüdesheim wächst der feu-rige Wein in zerbröckeltem Steinkohlenschiefer, undein bläulicher Schiefer bricht in den Gegenden vonCaub.
Von Wesel bis unter Hirzenach zeigen sich Ba-salte , Schiefer, Kalk und Marmor; hier gibt es Salz,Schwefel, Eisen, Blei, Zinn, Kupfer — auch Goldund Silber. Bimsstein und vulkanische Producte trifftman zwar auch, aber noch immer ist es unentschie-