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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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72Kirchen⸗ und Religionszuſtand.zu verwalten; den Todten gönnte man endlichein ehrliches Begräbniß, weil man sie nicht wieSpeckschwarden in Rauch hängen konnte; auch dürften sie nicht bey den Gräbern laut beten.Hierüber sagt der Seher:O ihr treuherzigenMuselmänner belehrt doch die Franzen *), diesich ihrer Menschlichkeit und Gefälligkeit vor allenNationen rühmen die da wähnen sie hättendem hierarchischen Thier den ersten Streich ver-setzt; sagt ihnen, daß ihr neues Toleranz=Ediktihren eignen Grundsätzen, den Rechten der Mensch-heit, dem Gesetz der Liebe, und aller wahren Po-litik widerspreche. Zeigt ihnen, daß Juden undChristen unter euch Gesellschaften bilden, die ihrePatriarchen, Bischöffe, öffentliche Lehrer, Kir-chen, Schulen und Klöster haben. UndSchande für Parlementer, die ein so mageres,den Erwartungen der Protestanten so wenig ent-sprechendes Edikt, nicht einmal in ihre Bücher auf-nehmen wollen, weil es zu viel gestattete!Doch Geduld, bis ein Joseph kommt, der diefetten Kühe ausmelkt, und die Magern in Fetteverwandelt!-So stund es noch bey der ersten Ständeversamm-lung in Frankreich (1788) ! So unduldsam warensie gegen Neuerungen, so boshaft intrigirten sie nochselbst waͤhrend der Revolution! Aber ihre Thatensind schon alle abgewogen, sie sind jetzt der Fluch,wo sie hinkommen; flüchtig und unstät wieKain, der Bruder=Mörder.*) Aber es war nicht die Nation, sondern die Pfaffen.