Deutschland und die Republiken.55Unsre Gerechtsame hüllen sie ein ins zerstückendeGewand des unerträglich ſteiſen Herkommens.Und, wo wirken die Provinzen unsers grossen Va-terlandes zu Einem Zwecke? — Ja sie wirken so,daß sie immer eine der andern die Fesseln schmie-den, und der kraftweckende Nationalstolz unter-drückt werde! — O Stunden eilet, wo wir ein-mal ganz von dem Gefühl durchdrungen seyn wer-den, daß Ein Mann für den andern stehen soll,daß nur Eine Stimme sich hören lasse: Ja wirwollen Deutsche seyn! Unser Gold und Silberwollen wir geben dem Staate, und unsre Weibersollen entsagen der Eitelkeit, und mit ihrem Schmuckesolden den Krieger, der fürs Vaterland kämpft!Zu verlieren ist nichts — zu gewinnen ist alles.(Kürzlich sagte ein kühner Vaterlandsfreund: „Ich wolltegern verdammt seyn, wenn ich nur mein Vaterland selig wüß.te!„ Welch ein Eifer! Welch ein Beyspiel! Die Feder fälltmir aus der Hand, und meine Seele beugt sich vor dem Mannedieser alt=römischen oder alt=deutschen Tugend.)O ihr Geister der Urväter sehet herab auf eureentwürdigte Enkel. Ihr ruft uns aus der Sternenwelt zu: Es ist Zeit, daß ihr euch erhebt und der Nach-welt fühlbar und hörbar machet, auch ihr waret da!Wer mit des vollen Lebens DonnertrittNicht seines Daseyns Gegenwart erprobt;Der ist nur halb.
Druckschrift
Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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