41Deutschland und die Rupubliken.das schlechte Landstrassen und gar keine Schiffahrthat, und alles zur Axe erhält, konnte doch dasganze übrige Deutschland herausfordern, und fra-gen: wo iſt mehr Handel, wo mehr Geld — alsbey uns? — Das arme Preussen hingegen schim-mert mit seinen künstlichen Fabriken und Mauthämtern wie ein Nachtlicht dagegen! — Nichts istfälscher, als womit Unkundige und Fürstenschmeich-ler die grossen Herrn bethören, daß durch das neueZoll= und Handelssystem — der National=Wohl-stand zugenommen habe! Joseph II. ahmte auchdarinn dem preußiſchen Friedrich nach, und Oeſt-reich hat warlich an Vaterlandsliebe seiner Unter-thanen, und an wahrem Reichthum unendlich ver-lohren! Selbst die Gelder, die diese neue Auflagen in die Kassen der Fürsten bringen, sind ohneallen Seegen; — sie laufen durch die untreuen Hän-de einer Menge von feilen und betrügerischen Men-schen; da hingegen die leichte Art, den Zoll zuentrichten, wie es in der Schweiz, Holland undden übrigen Staaten, wo noch wahre humane pa-triotische Staatskunst üblich ist, bringt durch diewenige aber= ehrlichen Hände eine grosse, reine,schöne Summe ein! Aber es gehört mit zur Charak-teristik unsers elenden Lebens, daß man in denneuesten Zeiten eine überfluͤßige Menge von Staats-dienern hält. Es ist Mode in allen Staaten Eu-
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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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