Deutschland und die Republiken.38Welche reiche Erndte finden bey uns alle Wortklau-ber, Chikanenmacher und Rabulisten. — Wo inDeutschland ist noch, die hohe, ernste, Gott abge-lernte Miene der alt-deutschen Gerechtigkeit sichtbar?Wie stossen selbst die gemeinsten Handwerker undSoldaten die, Köpfe zusammen, muklen und pero-riren, zuͤrnen und eifern bey einem Glas Vier oderSchnapps wenn eine neue Landesverordnung er-scheint; und daß es bey uns so links geht.Was haben die Reichsstände, die Reichskam-mergerichte, die Reichshofräthlichen Machthaberin ihrer Vollgewalt seit so vielen Jahren ersprießliches für Deutschland gethan? In den Kriegenmit andern Maͤchten stunden die tapfern Deutschenwie ausgepumpt da; denn die langsam beschliessen-den, stets sich in ihren Absichten und Planen entge-genwirkenden deutschen Stände, raubten ihnen Saftund Kraft, Blut und Mark.Der deutsche Reichstag wo die Parität ohnehin den Gesichtskreis verengt, und die Fensterlä-den verschlossen hält, daß der wohlthätige Mor-genstrahl nicht die Staaten erleuchte — hat zu sei-nem charakterischen Unterscheidungszeichen: Un-thaͤtigkeit. — Eine unbegreifliche Stille herrschtdort, wenn der ganze deutsche Staat beynahe amRande des Abgrunds stehet. Die interessantestenSachen, die das Gemeinwesen, die Nationalsicher
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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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