5Deutschland und die Republiken.zem Dinge gebähren werde, die das Erstaunen derJetzt= und Folgezeit seyn müssen! — Welcher Geistder Freyheit ist beynahe unter allen Völkern aufgewacht! Wie groß, wie alt=römisch sprachen diePohlacken, die gedrükten Amerikaner, die Fran-zosen! — Wollen wir frey seyn, so müssen es alleMenschen werden, damit unsre Freyheit unter derWache Aller sey! Wir müssen unser Vaterland indem ganzen Europa sehen, da wir blos eine ein-zige Familie ausmachen. Männer von Schweiz,von Bretagne, aus dem Dauphine, von Nor-den und Süden, laßt uns eine Ehre darein setzen,Republikaner zu seyn! Laßt uns jedem brafen Volkezu Hülfe fliegen! — Wenn dieser Vaterlandssinn,dieſe Freyheitsglut, dieſer Volkseinklang, — derbey den Franken zuerst sich mächtig zeigte — indieser Wärme, in dieser Allgemeinheit anzutreffenseyn wird, dann ist Europa geholfen, ja — dann istdie ganze Welt ein Hirt und eine Heerde! DieEintracht nur erwirbt — der Freyheit goldnesGlück! — Aber du Germania — (Deutschland)du sagst: Ich bleibe neutral, so lange die Rebeschwitzt, der Hopfen gedeiht, und die Grundbirngerathen. Also mit anscheinender Kälte siehest duder grossen Fehde zu. — Doch unter der Hülleregt sich doch in dir hoher Freyheitssinn! Deutsch-land du hast es noch nicht vergessen, daß deine Ur-
Druckschrift
Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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