Die Mächte von Europa.sie bebt vom Toben kommender Rosse, steig umMitternacht auf einen Zackfelsen, und du wirst hö-ren das Stimmengefluͤster von vier Winden:Beh.weh, weh — wir Arme sind dem Tode geweyht.So viele ehmals grosse Nationen, werden immermuthloser. Sie sehen ihre gegenwärtige jammer-volle Lage mit Patriotenschmerz. Alle grosseMächte wetzen ihre Bajonette um die politischeFreyheit von Europa noch vollends niederzustossen.Doch Freyheit der Welt, du wirst nicht sinken; indir liegt Keim und Kraft genug alle eiteln Planein Staub zu zermalmen. Ich sehe schon wie durcheine verzweifelte Cur, du von deiner tödtlichenKrankheit genesen wirst. In der Hand der Vor-sehung glänzt schon der goldne Becher voll Labe-tranks für dich armes krankes Europa!!Noch ist das Meiste was wir sehen, gegen daswas noch kommen wird, kaum Etwas. — Das grosseaufschliessende Ende der beginnenden Fehde ist inmystisches Dunkel gehüllt. Selbst die kühnstenPolitiker behelfen sich blos mit rathen. Die Zeitmuß erst vorrücken, ehe wir den wahren Augpunktzur Betrachtung der Weltgeschichte haben. Hiersind noch Könige, — die alle ihre Unterthanen inHimmel hineinbeten moͤchten; dort sind andre, dienur nach Eroberung schnauben; hier ist die Volks-erziehung begünstiget, dort sammelt man alle aber-
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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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