Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
1067
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GH. Nr. 3052— 3053. 1067

nben theils stehend, theils knieend die Gruppe, wiihreud anf derTribüne die Musiker spielen, und Sklaven silberne Gefltsse herbei-tragen. Dieses Bild is auf Kupfer gemalt II. 17 Z. 6L. Hr. 25 Z. 91<.Die Form der Initialen ist uns unbekannt. Vielleicht rührt dasGemälde von Gerbard Iloct her, welcher auch auf Zeichnungen G //.beifügte.

3052. Gabriel Haas, soll nach Brulllot II. No. 1022 Zeichnungenri J_J mit G. II. und der Jahrzahl Ui2fl versehen haben. Der ge-

' ' nannte Schriftsteller entnahm diese Notiz einer handschrift-'"-"• liehen Aufzeichnung des bekannten Kunstsanimlers JamesHazard, wir zweifeln aber an der Richtigkeit des Namens. Ks lag unsnämlich eine Zeichnung in schwarzer Kreide und llothstein vor, aufWelcher der Name Gabriel llams steht. Dieses Blatt stellt einen nacktenGenius vor, wie er sich auf den auf einer Urne stehenden Todtonkopflehnt. Ein Gabriel Haas ist nicht bekannt, aber auch Gabriel llausswurde vergessen. Letzterer war um 1028 thätig.

Auch Georg lloffin an n, welcher um 1003 — 1 825 zu Brieg herzog-licher Hofmaler war, soll Gemälde und Zeichnungen G II. signirt haben.

3053. Stcmpehchneidcr und Münzmcislcr , welche 6'. //. zeichneten.

Girjir Wir kennen nur Medaillen von G. Hautsch, G. Hamerani,°JriL und einem unbekannten Künstler G. II, die übrigen MeisterCr • H. führen wir nach Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen &c.S. 124, ein. Die modernen Künstler gravirten die linchstaben in neuererForm ein, was hiev nur beiläufig bemerkt ist.

Georg Heinecke, Münzmeister in Liegnitz von 1612 — 1623, liessStempel zu Münzen G. II. und C. (L) U. zeichnen.

Georg Hübner, Wardein in Breslau von 1650 — 1665, liess eben-falls die Initialen des Namens eingrnviren, wie

Gottfrted Heyer, Münzmeistcr in Ilerborn 1681 — 1682. Er zeich-nete auch G. O. II.

Georg Hautsch, Medailleur von Nürnberg, war um 1683 — 1718thätig, anfangs in der genannten Stadt, und später in Wien, wo er mitLi» G Läufer häufig zusammen arbeitete, so dass zuweilen der AversG. II., und der Revers L. G. L. signirt ist. Der Artikel im Künstlor-Lexicon ist äusserst dürftig, and daher zählen wir hier Medaillen auf,da sie überhaupt zu den schätzbarsten Arbeiten der Miniaturplastikseiner Zeit gehören.

Die Medaillen mit den Bildnissen des Herzogs Joseph Clemensvon Bayern und Churfürstcu von (Jöln , und des Prinzen Ludwig vonBaden.' Diese Denkmünzen sind mit, anderen durch die Kupferstichedes Simon Thomassin bekannt. Letzterer machte sie 1090 in einerFolge von mehreren Blättern in 4. bekannt Auf solchen Blatternkommen die ersten Buchstaben vor, und man kann sie auf GeorgHautsch deuten.

Medaille auf den Regierungsantritt des Herzogs Johann Georg IV.von Sachsen (1691). Mit dessen Brustbild und O". //•

Medaille mit dem Bildnisse des Königs Wilhelm III. von England,und den Buchstaben G. II. Auf dem Revers ist eine Schlacht, MDCXCI.

Medaille auf den französischen Friedensbruch 1688. Philippsburg,Goblcnz und Heidelberg werden belagert: skovuos SIC tiuctat oallvsUOC08. Auf dem Kevers ist die allegorische Figur des deutschenlteichs zwischen der Treue und Eintracht vorgestellt. Mit G. II.

Medaille auf die Confödcration im Haag 1691. Mit G. II.

Medaille auf den Friedensschluss in Ryswick 1697. Mit G. H.