1066 GH. Nr. 3050—3051.
Fasse des letzteren vorstellt. Der Mann hält eine Bandrolle mit (1. //.,und die FlM kniet in Anbetung. Der Grund ist mit Zicrathen nachder Weise der alten Gemälde auf Goldgrund, der Stecher hat sie abersehr ungenügend cinpunktirt. Das Vorbild zu diesem Kupferstiehe warvermuthlieh ein Gemälde ans der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.Rechts unten steht nämlich die Jahrzahl M. CCCC. XXX Die Buch-staben G // auf der liandrolle konnten den Namen des Donators an-deuten, und nur in dem Falle den Maler, wenn er selbst mit seinerFrau vorgestellt ist. Der Stieb ist oben abgerundet. H. 15 Z. 7 L.Br. 12 Z.
3050. Unbekannter Formschneider, welcher der Schule des .TobstGH Amman angehört, und als Techniker Vorzügliches leistete,oe —^ Die Initialen 6'//mit dem Messerchen kommen nur auf wenigenBlättern vor, beim Vergleiche 4er Holzschnitte In H. Welgel'l Trachten-buch und in J. Amman's Kunstbüchlein ergibt sich aber, dass ernamentlich für diese Werke mehrere Platten geschnitten habe. Bartschübergeht ihn.
1) Maria von vier Heiligen verehrt. Sie sitzt mit dem gewickeltenKinde auf Wolken, und hat die Füsse auf den Halbmond gestützt.Ihre langen Haare wallen über die Schultern herab, das Haupt umgibteine Sternenkrone, und die ganze Figur erscheint in einer Glorie, inwelcher Cherubim schweben. Zu den Seiten sind Heilige, und unterdem Halbmonde bemerkt man die Buchstaben (1 II mit dem Messerchen.H. 4 Z. 1 L. Br. 5 Z. 10. Dieses Blatt muss sich in einem BucheBoden. DasKxemplar, welches uns zukam, hat nämlich auf der Rück-seite lateinischen Text.
2) Der Evangelist Matthäus, welchem der Engel das TintenfassMit. Unten links G II mit dem Messer. IT. 4 Z. 7 I,. Br. 3 Z. 8 L.Die Zeichnung zu diesem Blatte scheint von J. Amman zu soyn. DerMeister G II hat wahrscheinlich die vier Evangelisten in Abbildunggegeben, und zwar für ein Buch. Auf der Rückseite ist die Figurder Judith.
3) Der Prophet Elias. In der Grosse des obigen Wattes. Aufder Rückseite sind drei L'ilger vorgestellt. Dieses Blatt gehört inJ. Amman's Kunstbüchlein &c. Frankfurt a. M. 1509, 4.
4) Das Titelblatt zu Hans Weigel's Trachtcnbueh: Habitus prae-eipuorum populorum etc. Trachtenbucli: Darin fast allerlei/ und der(ürne.mbslen Nationen etc. Gedruckt zu Nürnberg, bei Hans Weiijel Form-schneider /.177, fol. Oben in der Titelbordure sieht man Adam undEva im Paradiese, rechts eine weibliche Figur mit dem Weberschiffchen,links Mars, und unten die allegorischen Figuren der Welttheile. Inder ovalen Einfassung der unteren Leiste sind die' Buchstaben G Hmit dem Messerchen. Die Zeichnung ist höchst wahrscheinlich vonJ. Amman, wenn auch sein Zeichen nicht angebracht ist. Auf demSclihissblatte des Werkes mit der Predigt des Johannes in der Wüstestehen aber die Buchstaben I A.
3051. Unbekannter Maler, welcher wahrscheinlich in der zweiten/-> u Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig war. Im Auktions-Cataloge
der Gemälde-Sammlung des k. k. österreichischen Appella-tionsgerichtsrathos Fr, Böten van Steiger (München 1853) finden wirein <:. ll. bezeichnetes Gemälde beschrieben , welches die Vermählungdes Antonius mit der Cleopatra vorstellt. In einer grossen Säulenhallereicht Antonius in reicher morgenländischer Kleidung der Cleopatradie Hand, während die unter einer goldenen Bildsäule stehende Prie-sterin das Brautpaar einsegnet. Reisige und Frauen mit Blumen um-