Diese Mönche fordern nichts vom Leben, alswas ihnen ihr Feld und ihr Garten, die sie selbstanbauen, für die Arbeit ihrer Hände giebt. Brot,Gemüse und Obst machen ihre Nahrung aus. Siewohnen beisammen, ohne sich einander zu kennen,und um den Scheidenden in der letzten Stunde fliefstkeine Thräne. Am Boden des Krankenzimmers istein gemahltes Kreuz, auf dieses lafst sich der Ster-bende legen, während seine Mitbrüder in ihren Zel-len beten, dafs sein Kampf nicht hart und lange sei.Neben dem frischen Grabe wird nun sogleich einneues aufgeworfen, und ein jeder betrachtet es mitdem Wunsche, bald hier ruhen zu dürfen, wo diekühle Erde jedes Sehnen und jeden Schmerz stillt.
Der Gram eines in Liebe gebrochenen Herzensgab dem Orden seine Entstehung. Trauriger Wahnhat ihn weiter verbreitet, und sperrt das blühendeLeben in das Knochenhaus eines Kirchhofs ein.Armer Jüngling, der hieher kam noch ehe er dasKlopfen seines Busens verstand, wenn die schwel-lenden Knospen sich öffneten im Frühlingshauch,und er hinaussah in die Ferne, und hinauf zumblauen Himmel, um das Land seiner Sehnsucht zuentdecken! Im warmen und schuldlosen Geniüthckann sich die übersinnliche Welt nicht lange als einetraurige Öde gestalten. Es umfafst bald mit einervergänglichen Liebe das Unvergängliche, und zieht