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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Jene Kreutzigung von Giordano? nun ja,der Mahler hat sich recht brav mit seinem Pinselgehalten, aber es ist mir zu viel Gewühl und Ge-tümmel in dieser Komposition. Himmel und Erdemüssen den grofsen Augenblick leiern, und derMensch sich stumm wegwenden, und sein Angesichtverhüllen.

Lieber verweilt mein Auge auf dem heiligen Iva-rolus Borromäus unter den Pestkranken, von Be-nedikt Luti. Man hat die Wahl des Gegenstan-des getadelt, aber warum? Die Ausführung mufsteentscheiden, und diese spricht hier zum Vorthcildes Künstlers. Diese Gruppen von Sterbenden ha-ben nichts Zurückstofsendes. Der Heilige bringtihnen mit einer R.uhe, in welcher sich die Gewifs-heit einer höhern Yerheifsung ankündigt, das Mahldes Friedens die Blicke der Kranken sind auf ihngeheftet mit Sehnsucht und Glauben, und die Schreck-nisse des Todes verschwinden in dem Vorgefühleines nahen herrlichen Lebens. Auch das mah-lerische Verdienst dieses Bildes ist nicht gering.

Das Auge würde vielleicht von der Farbenpracht:dieses Tintorett angezogen, wenn nicht der herrlicheGasparo neben ihm wäre. Er und Claude Ge-lee sind die Meister der Landschaft. Das Grofseund Feierliche war das Element seines Geistes , unddie unbeseelte Natur wurde unter seiner Hand zum