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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Man tritt in den Rheingegenden überall auf klas-sischen Boden, und kömmt oft in Versuchung, mitdem Dichter, der die Ruinen von Troja beschreibt,auszurufen: Nullum sine nomine saxuml

An dieser Stelle schlug einst Julius Cäsar seineBrücke über den Rhein; hier stand in alten Zeitendie Hauptstadt der Ubier, als Köln nur noch eineNiederlassung von ihnen war. Das Städtchen istheiter und belebt durch Kunstflcifs. Im Jahr 1784wurde es durch einen fürchterlichen Eisgang ganzweggeschwemmt, erhob sich aber schnell und schö-ner wieder aus seiner Zerstörung.

Durch das Städtchen f'liefst die Stronder in denRhein , die ein reitzendes Mülilenlhal durchwässert.

Das Land verflächt sich nun immer mehr, dieNatur scheint hier geruht zu haben, und auch dieMenschen trauern, dafs sie sich weniger freundlichgegen sie erzeigte. Bei dem Städtchen Woringen,am linken Rheinufer, weilt die Erinnerung auf demSchlachtfclde, wo im Jahr 1280 ein schrecklicherKampf zwischen Adolf dem siebenten von Berg,dem kriegerischen kölnischen Erzbischoff Siegfriedvon Westernburg und ihren Verbündeten vorfiel.Über 8000 Gefallene bedekten die weite Haide, aufwelcher, zum Andenken des Tags, eine Kapelleerbaut wurde. Der Erzbischoff fiel in die HändeAdolfs, und mufste seinen Uberamth in schwerer