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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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l.heuer, die in joder Strafse und in jeder KirchedurcJi Denkmäler verewigt sind, und da auch dieForm der meisten Häuser etwas Seilsames und Alter-tümliches hat, so wandelt der Reisende, dessenFantasie sich gerne dem Wunderbaren hingiebt, undes nach seinem Charakter gestaltet, mit eben demVergnügen durch die dunkeln Strafsen, womit mandie treuherzigen Erzählungen der aUen Chronistenvon vorbedeutenden Naturerscheinungen , verschwun-denen Städten, Kriegsheeren und Schlachten in derLuft, und dergleichen Dinge liest.

Die hiesige Universität gehörte zu den ältestenin Teutschland , und ihr Stiftungsbrief ist von i58o.Leider war sie aber auch von jeher der Sitz derMönchsgrübelei und des Aberglaubens. In Kölnlehrte der berüchtigte Duns Scotus, dessen Gespenstauch in unsern Tagen wieder spukt, und hier wardas Nest der Hochstraten und Konsorten, die denedlen Reuchlin anfeindeten, und gegen welche Hüt-ten seine tiefver wund ende Geifsel schwang. Itzt istder Stamm abgehauen, aber die Wurzel steckt nochim Boden, und wie leicht mag er wieder ausschla-gen, und neue Äste treiben!

Die reiche Universitätsbibliothek ist noch vor-handen, doch ist einiges davon mit der ganzen kost-baren Sammlung von Kupferstichen, welche die Werkeder niederländischen Schule in den erlesensten Ab-