penburg; sie hat die einsiedlerische Lage eines Klo-sters , und ist mehr gemacht zum Aufenthalte stillerBetrachtung als zum üppigen Lebensgenüsse. Rings-um bilden sich dunkle Holen von Tuffstein, überwelche sich hier und da inahlerisches Gebüsch neigt.Die Wälder der hohen Berggipfel werfen dunkelnSchatten auf das Thal, und mitunter stufst man nochauf eine Trafsmühle, oder auf eine arme Bauernhütte,deren Bewohner von der Zerstörung der Naturleben.
Ein mit Bimssteinen bedeckter Fufspfad windetsich rechts hin, und führt zu dem Tempelhof,einer alten Kirche, bei welcher — im zwölften Jahr-hundert , ein Kloster der Tempelherrn gestandenhaben soll. Tief bewegt rief ich mir in den ehrwür-digen Hallen dieser Kirche das Andenken an diewackern Ritter zurück, die gastfreundlich den frem-den Pilger aufnahmen, sorgfältig des Kranken pfleg-ten , der bei ihnen Hülfe suchte, und muthig kämpf-ten in der Feldschlacht, wenn Ehre und Pflicht sierief. Die Nachwelt hat ihr Andenken gerächt, undes ist wohl nur eine Stimme des Unwillens übereinen nach Gold dürstenden König und einen heuch-lerischen Priester, die mit dem edlen Jakob vonMola! und seinen Puttern eben so unmenschlich ver-fuhren, als die Spanier mit den schuldlosen Ab-kömmlingen der Inkas.