denken an die Vergangenheit, als durch das, wases itzt ist. Es verdankt seine Erbauung dem Dru-sus, und früher schon sctzle Cäsar in dieser Gegendüber den Rhein. Später glänzte es unter den rhei-nischen Handelsstädten, bis es durch AVaffengewalteinem geistlichen Fürstenthume einverleibt wurde,und mit der Freiheit auch alle Kraft und Regsam-keit verlor.
Die Stadt ist nur noch klein, eng und finster,wie der Geist ihrer Bewohner, die übrigens beiihrer Beschränktheit ein gutmüthiges Völkchen sind.Sie treiben einigen Handel mit Trafs, den man hierTuffstein nennt, und dessen sich die Holländer beimWasserbau bedienen. Zerstofsen und mit Kalk ver-mischt gewinnt er eine Härte , welche der Luft so-wohl als dem Eindringen des Wassers widersteht.Überhaupt ist die ganze Gegend reich an vulkani-schen Produkten, und der Mensch weifs auch da,wo er der Allgewalt der Natur weichen mufs, wie-der Gewinn zu ziehen von ihren Zerstörungen.
Die Gegend um Andernach enthält mannichfaltigeMerkwürdigkeiten für den Naturforscher. Er findethier , aufser dein Trafs , noch Bimstein , Basalt, undMennigstein. Der letzte ist eine Art Lava, welchein der Nähe des Dorfes Niedermennig bricht, under wird am häufigsten zu Mühlsteinen gebraucht,