UMGEBUNGEN VON COBLENZ.
Von Coblenz fährt man auf einer fliegenden Brük-ke nach dein Thale hinüber, hinter welchem Ehren-breitstein furchtbar emporsteigt. Drei mühsameWege führen in verschiednen Krümmungen auf dieVeste, wovon aber nur zwei noch gangbar sind.
Dieses einst so mächtige, mit Wällen und Mau-ern , Bollwerken und starken Thürmen versehneBergschlofs wurde vom Erzbischof Hermann Hillinusauf den Trümmern eines römischen, schon unterKaiser Julian hier gestandenen Kastells erbaut, undim Jahr 1160 vollendet. Von seinem Erbauer heifstes auch Hermannsstein. Kurfürst Johann aus demHause Baden liefs es ausbessern und mehr befesti-gen. Er versah es auch mit einem im Rheine schö-pfenden Brunnen, den er in einer Zeit von dreiJahren zweihundert und achtzig Fufs tief in dem Felsdurchhauen liefs.
Diese Vestung konnte durch ihre Lage jedemAngriff trotzen, und das Schicksal von Coblenz lagin der Hand ihres Commaiidanten. An dem Nellen-kopfo hatte sie noch ihre schwächste Seile, allein