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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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das Grab des Hector zu betreten. Von diesem Gra-be lagen aber nur noch einige Steine uinlier.

So wird einst unsrer Enkel einer — unwissendauf diesem Platze stellen, aber kein Bewohner derGegend wird ihm mehr sagen können, wo der Sitz,von Deutschlands Amphictyonen war.

Diesem Platze gegenüber, auf der andern Rhein-seite, wo die kleine Kapelle steht, wurde im Jahr1400 Kaiser Wenzel von den Kurfürsten seinesThrons entsetzt.

Ernste Betrachtungen erfüllen liier die Seele desWanderers. Was war Deutschland, und was ist esjetzt? Seine föderative Verfassung schützte seineFreiheit, und machte, dafs das Gesetz geachtet wur-de , denn je mächtiger der war, der es zu verletzenwagte, desto fester mufsten sich die Übrigen deinÜbertreter entgegen stemmen, des gemeinsamen Vor-theils wegen. Die Souverainetät ruhte beim Reich.;der Fürst hatte, wie der Bürger, einen Richter übersich, und den übermüthigen Verbrecher traf oftschwer der Strahl der Reichsacht. Die vielen klei-nen Residenzen, so wie die durch Handel und In-dustrie blühenden Reichsstädte beförderten ungemeinKünste und Wissenschaften , und diefs ist auch dieUrsache, warum der Mittelstand in Deutschland ge-bildeter ist, als in allen andern Staaten. Den Adelknüpfte ein näheres Interesse an das Volk, und er