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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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chens, nahe am Ufer, liegen unter Wallnufsbäumendie ehrwürdigen Trümmer des Königsstuhls.

Mit einem unnennbaren Gefühl betritt der deut-sche Wanderer diese geweihte Stätte, wo so oft dierheinischen Kurfürsten zusammen kamen, uin dieAngelegenheiten des Reichs zu ordnen. Hier wurdeder wohlthätige Landfriede beschlossen, hier wurdenKaiser gewählt und vom Throne gestofsen, und nunliegen die Bruchstücke ungeehrt umher, und werdennach und nach als gemeine Mauersteine verbraucht,so dafs bald die Stelle nicht mehr kenntlich seynwird , wo diefs Denkmal unsrer Geschichte stand.

Einfach ohne alle Verzierung ruhte der Stuhl ineinem Achteck, auf acht Pfeilern in der Runde undeinem in der Mitte. An der Mittagsseite führtenvierzehn Stufen hinauf, die durch eine Thür gesperrtwaren. Oben hatte er sieben steinerne Sitze für diesieben Kurfürsten. Der Durchschnitt betrug vierund zwanzig , und die Hohe siebzehn rheinische Fufs.Seine Form und seine halb erloschnen Farben undWappen gaben ihm ein ehrwürdiges Ansehen, undman fühlte sich bei seinem Anblick in die Zeitenunsrer Altvordern versetzt, welche über ihre wich-tigsten Angelegenheiten unter freiem Himmel im Schat-ten hoher Bäume sich beriethen.

Fr wurde darum an dieser Stelle erbaut, weilhier die Länder der vier rheinischen Kurfürsten