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Ich kenne nichts herzzerreiisendercs in der Ge-schichte, als diese Scene!
Die Stadt Braubach ist sehr alt, und kommtschon in Urkunden vom Jahr i2o3 vor. Im Jahr1288 wurde sie von Kaiser Rudolph zur freien Stadtgemacht. Ehemals mochte sie ziemlich grofs seyn,jetzt hat sie kaum den Umfang eines Fleckens.
Das Thal, worin sie liegt, hat Kupfer- und Sil-bererze und mineralische Quellen.
Die Fürsten von Nassau, denen Schlofs und Stadtjetzt gehören, besitzen durch den letzten Deputa-tionsschlufs das Paradies von Deutschland — d •schönsten und die reichsten Gegenden. Wie vielläfst sich von hochsinnigen Fürsten, wie sie diesesHaus so häufig hervorgebracht hat, für Kultur undWissenschaften , für Betriebsamkeit und Kunst erwar-ten! Und in der That haben die weniger mächti-gen Fürsten von jeher mehr zur Aufnahme dessen,was der Menschheit ihre Ausbildung und ihren Werthgiebt, beigetiagen , als die grofsen Weltbeherrscher,die ihre Schätze so oft brauchen, um Wüsteneien zumachen und — Unglückliche. Ohne die Mediceerhätte Europa vielleicht seine Cultur ein Jahrliuuderlspäter erhalten, und was haben nicht in unsern Ta-gen die Fürsten von Baaden, Gotha, Weimar, indieser Hinsicht — bei weniger ergiebigen Hülfsquel-