-----------.— .J 7
Thale, welches sich um diesen Berg hinzieht, erhe-ben sich die Dächer von Braubach.
Die Natur scheint hier nocli einmal in ihrerKünstlerlaune eine wilde, gigantische Masse an eineFolge lieblicher und gefälliger Bilder gereiht zu haben,bevor sie ihren grofsen Stil auf einige Zeit ganz ver-liefs. Da liegen im "Vorgrunde ein paar ländlicheHütten, von den Feldern ihrer Bewohner umgeben,die mehr nicht wünschen, als unter dem Dache zualtern, wo ihre Wiege stand; gegenüber trotzt diekühne Felsenburg , und weckt Erinnerungen eisernerZeiten.
Die Burg hat ihren Namen von dem heiligen Mar-kus , den die Stadt auch in ihrem Wappen führt.Landgraf Johannes der Streitbare befestigte sie.
Hier war es, wo Kaiser Heinrich IV. eine gast-freundliche Aufnahme fand, als er — mit dem Bann-fluche beladen , entthront von eben den Fürsten, de-ren Rechte er mit den seinigen gfgen die furchtbareHyder der römischen Hierarchie zu vertheidigensuchte, verrathen von seinem eigenen Sohne, nichteinmal mehr wufste, wohin er sein Haupt legensollte;» als er umsonst vor dem Bischof von Speierbettelnd gestanden hatte mit den Worten : Ich machtedich zum Bischof, ich bin arm und alt. Gieb mireine Pfründe in dem Dom, den ich erbaute. Ich ha-be etwas Latein gelernt, und kann die Psalmen singen.