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BOPP AR T.
Wenn man auf der Rheinkrüminung bei Kaiujhervorkommt, verliert die Gegend ihren melancholi-schen und, wenn ich so sagen darf, religiösen Cha-rakter; rechts und links dehnt sich ein breiteres,blühendes Gestade hin, wo zu beiden Seiten zweiKlöster liegen, und jetzt zeigt sich am diesseitigenUfer das alte Boppart mit seinen Thürnien, von dü-stern Mauern eingeschlossen, deren schwermüthigesAnseilen durch hochwipllichte Bäume gemildert wird.
Im Hintergrunde bilden die sich durchkreuzendenGebirge ein doppeltes Thal, und bei dein seltsamenUmschwünge, den der Rhein hier macht, ist manungewifs, durch welches von beiden er seinen Wegnehmen werde.
Boppart soh\ eines von den fünfzig Kastellen gewe-sen seyn , welche Drusus Germauicus an den Buch-ten des Rheins anlegte. Im Mittelalter wurde es zurReichsstadt, und später von Heinrich VII. an Chur-trier verpfändet. Da die Bürger sich einer so will-kührlichen, aber damals nur zu gewöhnlichen Behand-lung widersetzten, so wurde die Stadt vom Erzbi-