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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Der älter« Bruder bemerkte denn doch, dafs dieVorzüge seiner ehemaligen Schwester seinem Herzengefährlich werden dürften, und er fafste daher denEntschlufs , der unter solchen Umstanden der klüg-ste ist, sich zu entfernen. Er ging zu dem Fürstennach Rense, dessen Gunst er bald zu verdienenwufste.

Um diese Zeit kam der heilige Bernhard nachDeutschland, und predigte das Kreuz. In Hautenzogen die Ritler vom Rheine gen Frankfurt, woKaiser Konrad den neuen Apostel dem Volke vor-stellte , und legten das Gelübde ab. Bald wehte vonallen Burgen die Kreuzfahne, und auf dem Flusseschwammen mit Gesang und Musik Schiffe hinaufund herab, die Schaaren von Rittern tragend, dienach dem gelobten Lande ziehen wollten. Schwär-merei ist eine ansteckende Krankheit. Auch derjüngere Bruder ward von dem frommen Schwindelergriffen, und falste den Entschlufs, seine Brautnicht an den Ahar zu führen, bevor er nicht mitRuhm und Ablafs gekrönt den Zug gegen die Un-gläubigen mitgemacht hätte. Umsonst schüttelte deralte Vater bedenklich den Kopf, umsonst waren dieoft schlecht verhehlten Thränen des liebenswürdigenMädchens, die sich doch in ihrem frommen Sin-ne" den Fügungen des Himmels nicht widersetzenwollte, er übergab sie dem Schutze des Vaters