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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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des Tacitus, und die blauen Augen, die blondenIlaare, die festen, gedrungenen Körper sind bieraufseist selten. Die Weinbauer sind meist hager,von gelblichter Gesichtsfarbe , und dunkeln Haarenin den Flecken und Städten trifft man schöne weib-liehe und mitunter auch männliche Formen,aber sie scheinen grüfstentbeils von eingewandertenAusländern abzustammen. Nicht nur der gebildetereStädter, auch der Landbewohner ist im Rheingaulebhaft, witzig, anstellig, nicht ohne Sinn für dasmahlerische und dichterische Schone. Die vielenReisenden haben freilich den Sitten etwas von ihrerEinfalt und Lauterkeit genommen, nur in den weni-ger besuchten Ncbenthälern findet man noch dieungeglättete Treuherzigkeit, die ihr Wohlwollen ohneAnsprüche giebt, dahingegen wird Einem die berech-nete Höflichkeit der Gastwirthe , und die aufgedrun-gene Dienstfertigkeit der Schiller, Führer undRettier in den Städten und Flecken längs dem Uferhin, oft lästig. Es ist derselbe Fall, wie in denabgelegenen Schweizerthülern, deren Bewohner ihrerpatriarchalischen Sitten wegen so lange und so lautvon den Reisenden gepriesen wurden, bis sie durchdie selbst verwischt waren, welche dahin kamen,sie zu bewundern.

Höhere Rücksichten müssen den Menschenfreunddarüber trösten. Das Leben mufs seine nrsprüngli-