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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Acli! wird itzt kein Gustav Adolf sich erhebenund sein Schwert für uns ergreifen, und den tief-schlafenden teutschen Gemeingeist wecken? Wiedamals von Osten her, so droht uns gegenwärtig,nur furchtbarer nocli, vom Abend die Gefahr einerneuen Weltherrschaft, und wie itzt auf den Felsendes Rheins die Ritterburgen verödet stehen und zer-trümmert, und wie die Namen derer meist verlo-schen sind, die sie bewohnten, so werden----wenn

kein Ruf aus der Wüste uns weckt, im nächstenJahrhundert die Sitze unsrer Fürsten stehen, undhingeschwunden seyn die Namen ihrer Geschleck-ter.

Am Ufer von Kaub entfaltet sich vor dem Augeeine Landschaft von unnennbaren Reitzen; zur Lin-ken die Gegend von Bacharach, auf welches wal-digte Berge ihre tiefen Schatienmassen herabwerfen;in der Mute die gothische Pfalz, und ihr gegenüberdunkle Schieferwände zwischen grünem Gebüsch ; zurRechten, in weiter Ausdehnung, das heitre Ober-wesel, mit Schlössern und Ruinen gekrönt. Siehtman aufwärts von diesem Standpunkte , so schäumtder Rhein bei Bacharach aus düstern Felsschlündenhervor, und stürtzt sich, im raschen Laufe, beiWesel in den Abgrund der Berge.

Ans. d. Rh. i. lieft.