zuzuschreiben, dafs er das Olliigte des Strohweinsund — von guLen Jahrgängen — wenig oder keineSäure hat.
Beim Keltern ist der erste AblauF aus derPresse der lieblichste und schwächste, der zweiteder stärkste und feurigste, der dritte aber derschlechteste , darum werden sie gewöhnlich alle dreivermischt. Jeder Kuchen wird viermal frisch be-schnitten und geprefst, wobei denn auch oft derherbe Saft der Kämme mit ausgepreist werden mag,was dem Geschmack des Weins unmöglich Vortheilbringen kann.
Der Rheinwein füllt sich, so wie jeder andre,am besten in Fässer, worauf ein guter Wein gele-gen , der einen guten Weinstein angesetzt hat. Inneuen Fässern gewinnt der Most einen sanftem lieb-lichem Geschmack, in alten aber mehr Stärke undFeuer , indem das neue Holz, bei der Gährung desWeins, viel von dem Schwefelsalz und den öhlich-ten Theilen desselben einsaugt, was in Fässern,worin sich Weinstein angesetzt hat, nicht geschieht.In kleinen Fässern wird der Wein angenehmer, zar-ter und früher trinkbar, in grofsen aber stärker undkräftiger, und zehrt auch weit weniger, als inkleinen.
Die Kennzeichen eines ächten, gesunden Rhein-weins sind: