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BINGEN.
Der .Rhein, der seinen Weg erst nach einem lan-gen hartnäckigen Kample zwischen den Felsen beiBingen hindurchfand, hat hier etwas Schauerlichesund Grofses. Rechts steigt der steile RüdesheimerBerg in die Wolken empor, und bückt sein grauesHaupt über den Strom. Hier zwingt der Menschdem kahlen Fels des Weinstocks goldne Frucht ab,und auf dieser steilen Höhe, die schon im eilftenJahrhundert Erzbischoff Siegfried von Mainz roden,und mit Reben bepflanzen liefs, und welche daherauch das Rodeland heifst, wächst auch der besteRüdesheimer.
Wo der Strom um den Berg sich wendet, ragtaus schwer zu ersteigenden Klippen, trotzig undmablerisch, die alte Veste Ehrenfels, und giebtmit ihren grün hewachseuen Vormauern und dun-keln Thürmen dem lichten Vorgrunde einen hohemReitz.
Dem Rüdesheimer Berge gegenüber, jenseits Bin-gen, ziehen sich hinter einander einige dicht mitGehölz bewachsene Berge hin, und werfen düstre