46 --------------
Kaiserstadt war, und von Heinrich dem Viertenan BisclioF Erhard von Speier verschenkt wurde,der ihm dafür in seiner Verbannung die Thürewiefs.
Eine alte Steinbrücke führt hier über die Nahe,wo in mahlerischer Umgebung zur Einken das emsigeBingen am Fufse eines mit den Trümmern einerRitterburg gekrönten Bergs liegt, und zur^Rechtender furchtbare B-Ujoertsberg mit seinen melancho-lischen Klosterruinen, die der weiten, hellen Land-schaft einen eigenen Karakter geben.
Einige von den Anlagen des Niederwalds hatauch der verhängnifsvolle Krieg zerstört. Unter dennoch vorhandenen scheinen mir der griechische Tem-pel und die alte teutsche Ritterburg glücklich ge-dacht, und könnten vielleicht noch treffender be-nützt werden. Die Landschaft um den Tempel istheiter , amnuthig , ergötzend. Eine Büste des lieben,alten Homer hier unter Akazien und andern blü-henden Gebüschen; (denn Lorber - und Zitronenbäu-me möchten schwerlich in diesem Boden frei fort-kommen ): — würde an die Zeit der Helden vorTroja erinnern, und eine Büste Tasso\s unter dengrauen Eichen um die Ritterburg an das wundervolleMittelalter, und so knüpften sich das heroische unddas romantische Zeitalter gefällig an einander.
Aufserdem würde ich aber auch der Kunst hier