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hauers Rauchmiller *), welches der treffliche Chur-fürst Johann Philipp seinem Vater hier setzte.
Dieser Fürst, der, wie alle grofse Männer, einenoffenen Sinn für die Schönheiten der Natur hatte,brachte gewöhnlich die Sommermonate in Geissen-hciin zu, und lebte hier in einer 'würdigen Mufse.An eben diesem Ort war es , wo er die interessanteUnterredung zwischen dem gutmütliigen SchwärmerBartholomäus Holz hausen und dem nüchter-nen Denker Leibnitz anstellte, die beide in seinenDiensten waren. Es ist zu bedauern, dafs man vondieser Unterredung nur unbefriedigende Nachrichtenhat. Vielleicht, dafs Leibnitzens Theodicee undHolzhausens Visionen einigen Aufschlufs darüber ge-ben können.
Beide Werke zeigen den Gang der Vorsehung inder unsichtbaren Leitung des Universums, und wennder philosophische Denker das U bei als nothwendigeBedingung der Materie und der Freyhcit betrachtet,so glaubt der religiöse Seher den Knoten damit zulösen, dafs er die Ausartung der Kirche und ihreVerfolgungen als nothwendige Reinigung der Reli-gion angesehen wissen will. Jener umfafst die ganzeNatur; diesem ist der Mensch die Welt.
») Rauchmiller arbeitete lange in Mainz und Wien. Mit derSchönheit der Formen wuTste er hohe Bedeutung zu vereinigen, undjene zu dieser zu benutzen.