gestiftet, und von dein Grafen des Rheingaus Rein-holt' und seiner Gemahlin Danknoth ansehnlichbereichert. Albert von Brandenburg zerstörtesie im sechszehnten Jahrhundert, endlich kam sie anFuld und bey den letzten grofsen Veränderungen anNassau-Oranien.
Unter dem Schlosse befindet sich ein sehr geräu-miger Keller, doch wurden die bessern Weine niehier aufbewahrt, sondern immer nach Fuld abge-führt. Das Stiickfafs eines guten Jahrgangs wirdgewöhnlich mit drei bis vier tausend Gulden bezahlt.
DAS GOTTESTHAL.
Beim Blick in die Ferne verliert sich der Geistaus sich selbst. Wer sich wieder sammeln will aufeinsamen Gängen und an den Bildern stiller Häus-lichkeit , der wandre vom Johannesberg zu dem na-hen Frauenkloster Gottesthal, wo Ruhe und Abge-schiedenheit ihn empfangen. In einem verborgenenThale hinter dem Kloster liegen, einsiedlerisch undvertraulich — mehrere Mühlen , von Erlen und Wall-nufsbiiumen beschattet. Ein kühler Waldstroin rauschtan ihnen vorüber, und verliert sich im wilden über-hängenden Gesträuche. Der Boden des Thals ist