gelmäfsigkcit, und angenehmere Gebäude aus. DerChurfürst Lothar Franz aus dem Hause Schön-born liefs sie in gleichlaufenden Linien von demSchlosse, jede in einer Länge von achthundert Schrit-ten , anlegen.
An öffentliche« Plätzen hat Mainz, aufser denBleichen und dein Schlofshofe, noch den Thiermarkt,den Flachsmarkt, und den Platz um den Dom , woehemals meist Adeliche wohnten. Die Grafen vonSchönborn, Bassenheim, Ostein, Stadion,Elz, Ingelheim, Walterdorf, Leyen, Met-te mich-Winneburg, Kesselstadt, die Frey-herrn von Dalberg, Erthal, Fecken back,Breidenbach und verschiedene Andere hattenhier ihre — zum Theil ansehnliche und meist ge-schmackvoll eingerichtete Häuser, oder , nach einemhiesigen Ausdruck, Höfe, die itzt von Beamten undOffizieren der neuen Regierung bewohnt werden.
An mehreren Orten zeigen sich leider noch dieSpuren der langen und furchtbaren Belagerung , be-sonders um den Dom und die Jesuitenkirche.
Der Dom Ist ein gothisches Gebäude , mit dem,Werken dieser Art und Kunst eignen, Karakter derGröfse und Kühnheit. Ihm gegenüber stand — nochhehrer und gröfser — die Liebfrauenkirche, die mitihren lichten Säulen und hohen spitzen Bogen, mitihren Ungeheuern Massen und mystischen Verzie-