Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
826
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826 P. Nr. 2724-2727.

bets von einem niederdeutschen Meister mit der Jahrzahl 1404. V 1 ?oben erwähnte Madonna reicht nun weiter hinauf, aber der älteste b |Sjetzt bekannte Stiöh ist von 144(5. Dieses Blatt stellt die GeisslungChristi vor, und gehört zu einer Folge von sieben Passionsvnrstollun-gen, welche als deutsche Arbeiten erkannt werden. Sie wurden kürz-lich von Herrn Jules Uenouvier in Montpellier erworben, welcher sei-nem Berichte darüber die photographischc Abbildung der Geisslungbeigab. Der von deutschen Forschern oft geäusserten Ansicht, dass dieErfindung der Kupferstecherkunst Deutschland angehöre, wird wob'endlich nicht mehr widersprochen werden.

2724. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweitenty • Hälfte des IS.Jahrhunderts in den Niederlanden thätigwar. Mf» n~X kennt nur ein einziges Blatt von seiner Hand, und das Kxornp' arder Bodlcy'schen Sammlung zu Oxford ist vielleicht das einzige. P' ehl. Jungfrau und St. Anna sitzen auf dem Throne unter einem B»''dachin, dessen Vorhänge zwei Engel neben den I'ilastern zurückhalten-Maria reicht das Jesuskind der Anna hin, und dieses streckt die Iländcdarnach aus. Die Namen der hl. Personen stehen am Baldachin. Recn*vorn liegt ein Buch und eine Birne auf dem Boden, und links steindas Zeichen. II. 3 Z. lü L. Br. 2 Z. 9 L.

2725. Unbekannter Formschneider, welcher zu Anfang des l*A _____ I Jahrhunderts in Italien thätig war. Der Hobel deu-

lllCtltiilliH tet auch auf einen Arbeiter in Holz, allenfalls am

P« So. a einen Kunsttischler, welcher eingelegte Arbeiten g c '^N liefert haben könnte .

1) Kin Triumphbogen mit zwei Portalen und mit Statuen i"''Basreliefs verziert. Auf der Tafel des mittleren Pfeilers steht: P'VAL.ERIVS - Q. CECILIVS - Q. SERVILIVS - P. CORNELlV».Rechts ist das obige Zeichen. H. II Z. 9 L. Br. 10 Z. !t L.

2) Ein Triumphbogen in drei Stockwerken mit zwei Portalen, übc rwelchen Frontons auf Figuren angebracht sind. Im Friese des li"' i( '"Bogens: T. FLAVIVs - P. F. NOKICVS IUI — VEHIi). Ueber demFriese ruhen auf Pilastcrn kleine Bogen zwischen Statuen von Gott-heiten. In der mittleren Nische des dritten Geschosses stehen se c {l sStatuen von römischen Kriegern. Dieses Blatt ist ohne Zeichen. **'il Z. 9 L. Br. 9 Z. 9 L.

2726. Jaoopo Palma 11 Giovane, Historienmaler und Radirc'igeb. zu Venedig 1544, gest. daselbst 1628, behauptet im Künstler-Lexicon einen ausführlichen Artikel, und es sind auch seineradirten Blätter nach Bartsch XVI. p. 886 besehrieben. " aS

, gegebene Zeichen soll auf eitrigen Gemälden vorkommen, wlCnur auf einem radirten Blatte, welches oben den hl Ilieronymus v" 1Papst Damasus, und unten zwei Kinder vorstellt. Dieses Blatt Wausser dem Zeichen auch Franco's Adresse. H. 7 Z. i) L. Br. 2 Z. 6 "'

2727. Unbekannter Goldschmied, welcher in neuer Zeit mit P e '?T % reyrini da Cesena, dem folgenden Meister, identificirt wer 'ni'. den wollte. Man findet neuere Abdrücke von vier Si" lfir '/rrl plättchen, welche 18ii() der Negoziant Colnjghi in Doiid"'

besass. Sie sind in der Weise der alten Niellen gravirt, und scheu" 31«um Beschläge eines Dolches oder eines Degens bestimmt gewesen *"seyn. Es fragt sich aber, ob die Arbeit wirklich alt ist, oder ob «Hnicht auf eine moderne Nachahmung schliessen dürfen. Von Peregf'"kann in keinem Falle eine Rede aeyu. Dieser Meister stach s elDfl