Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
562
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562 • MF. Nr. 1800-1803.

Das Monogramm besteht entweder aus den Buchstaben J M, oderes ist M zu lesen. Der lange Zug deutet vielleicht nicht f an, wäredieses der Fall, dann müsste Mcssager als Stecher weichen. Wirhaben aber auch noch ein anderes grosses Blatt von ihm, auf welchemdie Cursiven J M vorkommen.

1800. Ferdinand Marohn, Gcnremaler in Paris, ist durch eineSl n C grosse Anzahl von Aquarellen bekannt, wodurch er seinen

'vi.N 1 KKtV) gegründet hat. Sie stellen gewöhnlich Landschaften

/£ i^o,-J^\V mit Scenen aus dem französischen Volksleben vor. Aufsolchen Bildern fügte der Künstler das Monogramm bei, mit welchemer aber wechselt. In letzter Zeit lieferte er 12 Blätter in Aquarell-manier durch die Lithographie. Auf solchen farbigen Lithographienkommt das zweite Zeichen vor. Andere Facsimiles seiner Zeichnungensind in dem Werke: Chalcotypie. Album Facsimile des Artistes con-temporains contenant 2/ Dessins originaux exiculis par J. Maux,J. F. Bracquemond, F. Marohn etc. etc. Paris (Berlin), B. Behret Co. i()ö6, fol.

1801. Francesco Mazzuoli Paimegianino ist unter dem Mono-gramm FM II. No. 2271 eingeführt, und es ist auch das

,,,... Zeichnungswerk angegeben, in welchem Blätter mit diesemMonogramme vorkommen.

1802. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach dem Datum-fS-nb I zu urtheilen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts

gelebt haben müsste. Das gegebene Zeichen findet man|V^[7 auf einem radirten Blatte, welches den Apollo vorstellt,wie er den Marsyas schindet, anscheinlich nach Cecchino

, säbvi

Salviati. Marsyas liegt rechts mit Hand und Fuss an zwei Bäumegebunden auf dem Boden, und Apollo reicht nach links hin dem Midasdie Haut. Das Täfelchen mit den Initialen hängt rechts oben am Astedes Baumes.

Dieselbe Darstellung ist auch von der Gegenseite gestochen, undMM gezeichnet. Bartsch spricht davon in der Einleitung zum Werkedes Martin Rota XVI. p. 247, und schreibt das Blatt dem MelchiorMeier zu. Es ist mit der .lahrzahl 1!>81 versehen, und scheint somitspäter gefertigt zu seyn, als jenes mit dem gegebenen Zeichen. AlleinBörner hält das radirte Blatt mit MF für trügliche Copie nach jenemvon 1K81, auf welches wir unter MM zurückkommen. Die Darstellungmit dieser Jahrzahl ist in der Weise des Martin Rota gestochen, vonbesserer Zeichnung und verständig modellirt. Auf Meier's Blatt istMarsyas links, Apollo setzt mit der rechten Hand das Messer an, undreicht mit der linken dem rechts stehenden Midas die Haut. H. 8 Z.6 L. Br. 11 Z. 6 L.

1803. Martin Rota hinterliess einige Blätter mit dem Buchstaben M,ÄA (§§) "P we l cnem ein Rad beigefügt ist, und auch die gegebenen-L i- w ± Buchstaben kommen auf Bildnissen vor. Wir kennenfolgende:

1) Heinrich Herzog von Sachsen und Erzbischof von Bremen, Brust-bild von vorn im Pelzrockc, und mit dem Doppeladler an der Ketteauf der Brust. Oben steht: In Eßgiem Reverendissimi — D. HenrichArchiepiscopi Bremensis Administratoris Osnaburgensis et Pader-bornensis Saxoniae Ducis. Unter dem Bildnisse stehen lateinischeVerse, und am Rande der Platte die obigen Buchstaben mit der Jahr-zahl MDLXXVIIII. Höhe des Rahmens 5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 6 L.

Bartsch kennt dieses Blatt nicht.