Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
376
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376 LK. Nr. Il!i3-Il;iii

nur einen Kupferstich von (J. Cort 1!>78. Dieses Blatt stellt das Abend-mahl des Herrn, und in derColonnade des Grundes zugleich die Fuss-waschung desselben vor. Im Rande steht: Satu/uinr Christr luo .s/rnos et corpore pascis etc. H. 18 Z. 6 L. Bri l.'t Z. 2 L.

• Z. Unbekannter Formschneider, welcher in den ersten De-cennfen des 16. Jahrhunderts thätig war, und vielleicht der

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Classc der Briefmaler angehört welche gewöhnlich zugleichauch einen Handel trieben. Das gegeben« Zeichen findetman auf einem seltenen Holzschnitt mit Christus am Kreuze.Von letzterem gehen Aoste mit einigen Blättern aus, welcheRundo bilden, in deren Mitte die Büsten der Apostel erscheine^.Links unten sitzt Gott Vater, welcher den Karst an den Stamm desKreuzes legt, und gegenüber kniet flehend Maria. Links nach untenist das Monogramm mit dem Schneidemesser, dessen Stiel aber viellänger ist. II. 14 Z !) L. Mr. II Z. II L.

Der Formschneider hatte eine gute Zeichnung zur Vorlag«;, abernicht die Geschicklichkeit, sie vollkommen im Schnitte zu geben. Nurder Kopf der hl. Jungfrau ist im Ausdrucke der Demuth gelungen;jener des ewigen Vaters aber ohne Würde. Das Produkt gehört derdeutsehen Schule an.

1153. Lukas Kilian könnte das Blatt von Berthe! Hebam oopirli 3 **—i haben, welches vier Todtenköpfe und ein todtos Kind mit der

K. Sanduhr vorstellt, B. No. 28. Das Kind Hegtübwzwei Todtenlill±l köpfen nach rechts, und oben steht: Mortomnia obquat. Linksliegen zwei Köpfe übereinander, und In der oberen E)cke bemerkt maudas gegebene Zeichen. II. 2 Z. Br. 2 Z. 10 L.

Die gewöhnliche Stichweise des L. Kilian kann man in diesemBlättchen nicht, erkennen, der Copist musste sieh aber an Behara's Ma-nier halten. Brulliot I. No. 8748 gibt die Jahrzahl 1074 statt 1614,berichtigt aber Im Appendix No. Itliia den Irrthum. unter // K kom-men wir auf L. Kilian zurück. Die Rupferplatte zur Copic von Killbefindet sich in der fürstlichen Sammlung zu Wallerslein.

1154. Karl Link, Kunstliebhaber, geb. zu Mannheim 180(1, litho--%j* graphirte einige Landechafteu, und darunter ein grosses Btatt

XI rn '' 0,nor Gruppe von Weiden, welche in der Mille Debet einer^* *' Hütte steht. Links siebt man zwei Knaben neben der Hecke,und in der Ferne breitet sich ein See aus. Das Monogramm ist reehtsunten im weissen Felde, gr. fol.

1155. Ludwig 1 Kriebel, Historienmaler, geb. zu Dresden den■<r \/3 24. Juli 1822, stand unter Leitung des Professors Ilende-

r\ \C mann, und unterstützte denselben eilf Jahre bei der^-y ' j>-W Ausführung der Wandgemälde im k. Schlosse zu Dresden.V5> Kriebel malte aber auch mehrere historische Bilder undeine grosse Anzahl von Portraiten InOel, welche lebendig in der Auf-fassung und klar in der Farbe sind, lieber den Seitonthüron des Por-tales UOT neuen katholischen Kirche in Neusladt-Dresdcn malte er vorwenigen Jahren drei Bilder in Fresco, welche bereits etwas nachge-dunkelt haben. Das erste Monogramm kommt auf den früheren Bilderndes Künstlers vor. In letzterer Zeit bediente er sich des zweitesZeichens.

1156. Ludwig Krones, Maler und Radirer, geb. zu Prag 1 78:1,war Schüler von J. Bergler, und liess sieb um I8(M>

,/8 0! in Wien nieder. Er malte historische Dantellunge»und Landschaften, wir wissen aber nur von radirten