208 IZ. Nr. 713—717.
713. Jordano Ziletti, Kunsthändler in Venedig, wird unter diej 2, Formschneider gezählt, der Beweis steht aber auf schwachen
Füssen. Man will ihm die Bolzschnitte eines sehr seltenenFabpllmches zuschreiben : CenlO Parole morali. De i piii üluslriantichi et moderni aulori Greri. et Latin* Stielte, Imitate in variemaniera di diversi aulori volgari da Gio. Maria Verdizotti: nelle-quali oltro V ornapienlo di uarie e belle fiyure, si contenyono molliprecetti pertinenti alla prudenna della m'ta virtuosa e civile. Noua-menle ampliale dalP islesso autore. Venezzia app, Aless. all' Vecchi1099, 4. Diu Holzschnitte wollte BUK) der Zeichnung nach dem Tizianzuschreiben, es hat aber G. M. Verdi/otti Theil. Auf dem BlatteS. 145 Della Mosca ist ein Wappen mit I.Z., welches sich auf J.Ziletti beziehen könnte. Eine neuere Ausgabe des schönen Fabel-buches erschien zu Venedig bei A. Vecchi 1ÜÜ7, welche aber ebensoselten ist. Papillon schreibt die Holzschnitte einer Ausgabe der Aesop-schun Kabeln, welche 1661 bei l'ictro Brigouci in Venedig erschien,dem J. Ziletti zu. El scheinen sich wahrscheinlich die alten Plattenerhalten zu haben. Brulliot IL No. 1777 sagt, dass in dem Werkedes Johannes Sambucus: Embletnata cum aliquot kimnis antiquioperis Joannis Sambuci Tirnaviensis Panonii. Antverpiae, Plantin(504, die Buchstaben I.Z. vorkommen, welche auf Ziletti gedeutetwerden. Wir sehen nicht ein, wie dieser angebliche Formschneiderdazu kommen soll.
714. Joseph Zais, Landschaftsmaler, geb. zu Venedig um 17ö0,i y war Schüler von Zuccarelli und Simonini , und hinterliess
Landschaften mit mythologischen Figuren, sowie Schlacht-bilder. Er radirte auch Landschaften in Kupfer. Auf solchen Blätternund dann auf Copien nach Stephan della Bella kommen die Buchstaben/. Z. vor. Starb zu Treviso 1784.
715. Johann Zagar, Goldschmied und Medailleur, war in der. .. zweiten Hälfte des l(i. Jahrhunderts in Nürnberg thätig. Kr
' " soll Medaillen /. Z. gezeichnet haben. Wir kennen nur eineDenkmünze mit I.ZAG.
Johann Ziessler, Münzmeister in Breslau 1627—1(537, und inSagan 1628, liess Stempel / Z. zeichnen.
J. Ziegder gründete in Voisinlieu, einer Vorstadt von Beau-vais eine Porzellan- und Steingutfabrik, aus welcherschöne Gefässe mit Ornamenten in Relief verschie-denen Styls hervorgingen. An der Spitze der An-stalt steht der Maler J. Ziegler, welcher die Gefässemodellirt, Im Cabinei de V Amateur, .'*''""' annie(tfiü'j) ist auf eine schöne Amphora hingewiesenmit der Schrift: I. Z. M. D. CCC. XU. Ocnlis de-fatigatii faciebat. Ziegler zog sich namentlichwegen Schwäche der Augen von der Malerei zurück,und befasste sich von 1840 an mit keramischen Arbeiten. Wir gebenhier den Stempel derselben. Ziegler ist auch der Verfasser folgendenWerkes: Eludes ceramiques, Recherche» de» printipes du Urandans V archilecture, Part ciramique et la forme rn•■ tßniral. Theoriede la coloration des Reliefs par J. Ziegler, Paris ifilJO, 8.
717. Unbehannter Formschneider, welcher um 1H60 in Cöln
thätig war. In der Bibelübersetzung von J. Dietenberger,
'2 + a= " welche 1S64 bei Johann Quentels Erben und Gerwin Cale-