IE-IH. Nr. 2952 29S6. 1123
auf einem Blüttcheii mit dem Prospekt von Cherso kommt das Mono-gramm vor.
2952. Unbekannter Töpfer, welcher in der zweiten Hälfte desj j? 16. Jahrhunderts thätig war. Man findet sehr schöne Gefässe
' von Steingut, welche unter dein falschen Namen des flandrischenSteingutes gehen. Die Fabrik bestand am Rhein, wohlzwischcn Cöln undMainz, vielleicht in Neuwied. Die Gefässe sind mit Portraitcn, alle-gorischen Figuren. Wappen und Arabesken geziert, und mit deutschenInschriften versehen. Der Töpfer /. E. kam mit einem FabrikantenBälden Mcnnicken in Berührung. Dieser setzte den Namen bei, undnennt „Rorren" als Wohnort. Beide fabricirten um 1577—1588.
2953. Unbekannter Hlumlnirer, welcher um 1480 in Nürnbergthätig war. Nach der gefälligen Mittheilung desHerrn Baron von Löffelholz befindet sich in derfürstlich Wallerstein'schen Bibliothek ein Exemplarder Summa universae Theologiae. Norimbergae, A.Koberger 1481, auf deren Titel ein grosser InitialI) auf Goldgrund gemalt ist Zwischen den beidenColumneu zieht sich ein oben und unten in Laub-und Blumenranken auslaufender grüner Stengel hin-durch, dessen untere grössere Verzierung das Schild-
chen~mit dem Monogramme umschliesst. Das Zeichen ist schwarz aufgelbem Felde. Der Verfasser des Werkes ist Alexander de Ales.Auf ihn kann sich das Monogramm so wenig beziehen, als auf denBuchdrucker Koberger. Ks bleibt daher nur ein Künstler über. InNürnberg lebte zu jener Zelt ein Illuminist Johannes Bractis, welcherwohl IF zeichnen konnte. Wir finden diese Buchstaben heraus, wagenaber nicht Johannes Fecit zu lesen.
2954. Franz Behaim, Btichdruckor in Mainz, scheint durch diesesMrirf Zeichen seinen Namen angedeutet zu haben. Das Schild-
w 1 ■ chen mit dem Monogramme ist von einem Kranze inner-kft^Laf halb einer; Quadrates umgeben, dessen Ecken von kleinenTC I ~ Wolken ausgefüllt werden. Diese Vignette kommt auf derM Rückseite des Schlussblattes folgenden Werkes von Georg
Vicelius vor: üisputatio Christianorum et Judaeorum olim Romaehabita — . Moyuntiae, Franc. Behaim, 154b, 4.
2955. Johann Friedrich Perretti, Zeichner und Maler, war in/i cf(ß c> i lll>r zwoitcn Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. Er fer-
y^^'r^' tigte die vielen Zeichnungen zu dem Leben des hl. AntonJjjf><) von Padua, welches Johann Kaufmann von Salzburg her-ausgab. Die Darstellungen aus dem Leben des hl. Anton stach A. M.Wolfgang in Augsburg, wo das Werk 1790 erschien. Perretti lebtezu dieser Zeit wohl in Augsburg.
2956. Johann Hauer. Zeichner und Kupferstecher, ist No. 10361 b 1 6 " 'IW4, eingeführt, und er wird von Hang
/6i7 c ^i n c-f D Hauer No. 1036 unterschieden. Wir möchten jetzt~ n \y \Jf glauben, dass Hans und Johann Hauer die einer J~-R (j\~\ (fy\ und dieselbe Person seien. Durch die gefällige Mit-c7 '~'/ ^S'y) theilung des Hrn. Pfarrers A. Mundt in KäsemarkM\C ^-^O bei Danzig wissen wir von dem Bildnisse des Jo-hann Hauer mit der Unterschrift: Johann Hauer, Mahler und Kunst-händler in Nürnberg, ward pebohren den 2ß Seplbr. A« 1508,starb den 12 Junü A« 1660, 4. Dieses Bildniss ist grob aber geist-
71*