Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1109
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GG —öl. Nr. 2890-2901. 1109

2896. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1020 in Augsburgthätig war. Von ihm ist das Titelkupfer zum Fasciculus sa-

s warum precum Joannis Abbalis Lambacensis. Augusla Vind.1625, 12. Dieses Blatt stellt die thronende hl. Jungfrau mit demJesuskinde im Schoose vor. Vor ihr kniet der Stifter des KlostersLambach, Alhero Bischof von Würzburg, dessen Wappen an denStufen des Thrones ist. Unten priisentirt sich das Kloster mit derInschrift: & Maria Ora Pro Nobis 1611).

Dieses Blatt scheint von Gio. Goorgi III. No. 3002 gestochen zuseyn. An Gio. Guerra 111. No. 2987 ist nicht zu denken.

2897. Unbekannter Graveur, welcher um 1!>44 thätig war. Er/T T _ _. _ schnitt Stempel für Buchbinder zum Einpressen aufv|j J^ Cj JT. Lederbänden. Solche Bandprcssungen, welcho von

' Wittenberg ausgegangen zu seyn scheinen, findet

'J44 man * n der Bibliothek der Universität Erlangen.

Dus Monogramm mit der Jahrzahl 1544 kommt unter dem sächsischenWappen vor. Die Initialen trägt ein Stenpel mit der Lucretia, Venusund Prudentia. Es ist der Einüuss des Lucas Cranach zu erkennen.Diese Bandpressungen sind in der Regel von feinem Geschmacke, sodass der Graveur und der Buchbinder gleich Gutes leisteten.

2898. Unbekannter Maler, welcher in Deutschland thätig war./ y / ' n ^ cr Sammlung der Universität zu Erlangen ist

Q~y~/\ iSoy °' ne einfache, mit kühnen Strichen behandelte Fe-' n^ / derzeichnung, welche einen nach links reitenden

Landsknecht vorstellt. Auf dieser Zeichnung kommtdas Monogramm vor. II. 11 Z. 2 L. Br. 7 Z. 8 L.Es handelt sich sicher um einen Maler; wir kennen aber kein Gemäldemit diesem Zeichen. Die Zeichnung stammt aus der Sammlung desJ. J. von Sandrart, welcher in Nürnberg lebte.

2899. Gerdt Hardorf, Genrcmalcr in Hamburg, geb. 1769, ist II.

~d Ifl ^°- ^^ uml ' tW5t ' c ' n Scfühit, und wir bemerken vor allem,•* *V dass der Künstler nicht 1834 gestorben ist. Er lebte noch18(51 in Hamburg. Die gegebenen, etwas vergrösserten Initialen stehenauf einem radirten Blatte, welches einen Fuchs vorstellt, der sich vorder Höhle sonnt, qn. 10.

2900. Jean Gesselin, Buchdrucker und Buchhändler in Paris,

f bediente sich eines Signets, welches unten die Vignette in Holz-schnitt schliesst. Letztere stellt ein geflügeltes Thier mit demLeibe eines Hirschen ohne Geweih in einer von Lorbeerzweigengebildeten Einfassung vor, mit der Legende: Sic. Aelas. Non. Hcli-nenda. Fugit. Wir finden diese Vignette auf dem Titel zu: Les Amoursde Philocaste. Paris J. Gesselin 1001, 8.

2901. Johann Grund, grossherzoglich badischer Hofmaler, wurde1808 zu Wien geboren, und erhielt daselbst seine artistischeAusbildung. Er ist durch zahlreiche Werke bekannt, welche

__ in Genrebildern und in historischen Darstellungen bestehen.

Mehrere kamen in den Besitz des (.irossherzogs von Baden. Das Mo-nogramm findet man auf einer Original-Lithographie, welche OliverOromwell vorstellt, wie er den Sarg des Königs Carl I. öffnet, 4. DasMonogramm wird wohl auch auf Zeichnungen und Gemälden vorkom-men. Grund lebt in Baden-Baden.