IL. Nr. 2721. 1039
!>) DieHolztitclvignettc mit dem den Drachen überwindenden Lammzu Lucae Osiandri Enchiridium Capilum liibliorum. TubinqaeiGOl, 8.
(>) Das Titelblatt zu Joanis Wolßi Lectionum memortihilhimcentenarii XVI. Lauinyae 1600, fol. /wischen den Buchstaben IList das Herz, das Messer fehlt.
Dieses Werk enthält viele Abbildungen, die meisten sind aberohne Zeichen. Ein Holzschnitt mit IL zu den Seiton eines Herzesstellt den Papst knieend vor einer aus den Wolken reichenden undsegnenden Hand vor. Neben ihm steht die Fahne mit den Schlüsseln,und ein Fuchs packt hinter dem Rücken des Papstes die herabhängendeKapuze dos Ordensgewandes. Die Inschrift auf Seite 44!» lautet: Voxvulpina perdel prineipatum. Vaticinium IV. Zu Seite i'M: Vatici-nium, XX, stellt der Holzschnitt einen Ordensgeistlichen mit Sichelund Kose vor. Neben ihm links bemerkt man einen nackten Fuss,und rechts auf dem Hoden den grossen Buchstaben B I. No. 15S7.Aus diesem Artikel des ersten Bandes wird man ersehen, welche Be-wandtniss es mit dem Buche des J. Wolf habe. Das dritte Blatt mitIL und dem Herz zu Seite .'»84 stellt den Fuchs vor, wie er denGänsen predigt. Letztere stehen mit Rosenkränzen in den Schnäbelnin Monge vor der Kanzel. Der zur Seite stehende Schalksnarr hältin seiner Kapuze eine Gans versteckt, und deutet nach dem Prediger,an dessen Kanzel das Zeichen angebracht ist.
2721. Jan Livens, auch Lievens und Livius, Historienmaler, Ra-
IT T T direr und Formschneider (?), geb. zu Leyden
L. 1 L- IL (len 24 - Oktober l(il)7, war Schüler von PeterIT tt T 'j /' Lastman, und trat Kitt!» zu Antwerpen als freier-L -1—'< J- J—' i J- i-jj&C*. Meister auf. Man nimmt auch an, dass er da-selbst lfib"l gestorben sei; Ch. Kramm fand ihn aber unter dem JahreIISOI in der Kammer van Pictura in Gravcnhago nls üildniss- undHistorienmaler eingetragen. Livens ahmte mit grösstem Glücke demBembrandt nach, und hinterlicss eine bedeutende Anzahl von Gemäl-den, welche von jeher den Beifall der Kunstfreunde sich erworbenhatten. Auch Zeichnungen sind von ihm vorhanden, darunter Bild-nisse in Kreidemanier. Man findet aber auch Landschaften in Bister,welche theils im Geiste Tizian's aufgefasst sind. Auf solchen Zeich-nungen steht der Name Livens de Jonge. Man könnte daher aucheinen jüngeren Jan Livens annehmen, und es wurde auch ein solcherunterschieden, ohne ermitteln zu können, ob der Historienmaler undRadircr Jan Livens der ältere, oder der jüngere sei. Wir glauben,dass sich der eine und derselbe Künstler auf den Landschaften inBister Livens de Jonge, genannt habe, weil er im Landschaftsfachenicht als Meister gelten wollte, da er in einer anderen Richtung seinenRuf gegründet hatte. Wir wissen zwar auch von einem Jobann An-dreas Livens oder Lievens, nach welchem Abraham Blooteling dasBildniss des Leydner Professors Abraham lloidanus gestochen hat, fol.Füssly unterscheidet ebenfalls einen Jan Livcnsz von unserm Meister,und dieser jüngere J. Livens soll um 1080 zu Paris in Kupfer geätzthaben. Diese Angabe entbehrt aber jeder Begründung. Man kannden Jan Andreas nicht darunter verstehen, weil Blooteling, welchernoch 1(58!» lebte, auf dem Bildnisse des Heidanus den Namen JanAndre" Livens pinx: 1672, und nicht Jan Livens oder Livensz deJonge beifügte. Livens de Jonge müsste als Landschaftszeichner an-genommen werden, und einen solchen könnte man von unserm Meisterunterscheiden. Allein es fehlt jeder Grund, den am Schlüsse des Vor-