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und geätzt sind. Das erste Blatt hat eine Tafel, zu deren Seitenprofilirte Masken, und umher ein reiches Blumengemenge von geist-reicher Zeichnung. Auf der Tafel steht: Recueil de diwerses fleursdu printems demier mises au jour par J. II. 1GIJ3. Das zweiteBlatt enthält die Dedication unter einem Blumenhüschcl: PresentiA Monsieur David Micheel Joyalier par une singuliere affectionpar aulheur luy porte. Le dixhuitieme jour de Juin lOTi'.i. Dasachte Blatt zeigt die Mündung eines muschclartigen Gefässes mit hinein-gesteckten Tulpen, Aquilejen und kleineren Blumen. Die Tulpen kehrenin den ührigen Blättern oftmals wieder, und erscheinen überall be-sonders wohl gezeichnet. In einzelnen Blättern hat das ActzwasserUnordnung angerichtet.
Baron v. Rumohr glaubt, dass das schlechte Französisch und derName des Gönners nach Holland weise, und da er sich in dem //auch ein kleines d dachte, so fiel er auf Johann David (Davidszoon)de Heem. Er findet weder in den Formen der Vasentheile, noch inder Zeichnung der Blumen, noch endlich in der Zeit von Kiü'.S irgendetwas seine Vcrmuthurig Entkräftendes. Nur Über die Gönnerschaftdes David Micheel möchte v. Humohr bestimmteren Aufschluss finden,um allen Zweifel zu beseitigen. Eben desswegen zählen wir denMeister zu den Unbekannten.
R. Weigel bemerkt dazu, dass diese Blumenfolge mit den Blätterndes Johann Ileel von Augsburg nicht zu vermengen seien , indem dieFolgen desselben mit Iilumenarabesken von 1004 und I (>(!!> in Le Pautre'sManier radirt sind. Das Zeichen des J. Heel besteht aus .////., diebeiden letzten Buchstaben verschlungen. Das obige Zeichen nimmtv. Rumohr für J II, man kann aber auch J II L lesen.
2494. Johann Haner, Kupferstecher und Zeichner, geb. zu Allen-i h ■/ \ lwg gegen lii8(i, ist nicht mit Hauer von Nürn-berg zu verwechseln, über welchen wir oben No. i 03äNachricht gegeben haben. Man nennt den Altcn-bnrger auch Formschneider, die Bildnisse der sächsi-schen Fürsten sind aber von Moses Thym nachMW "^ J. Hauer und einem /. II. geschnitten. Das Werkhat folgenden Titel: Die Durchlauchtigste Rochgeborne — Herzogezu Sachsen — welche Ihr Recht, Regalien elc. gegeben haben. Jezoin ihrem Churfürstlichen Habit abgebildet — und beschrieben durchBalthasar Mentzium, Poelam Caesareum. Wittenberg. In VerlegungZacharias Schür iß 19. Dieses Werk enthält acht Bildnisse vonChurfürsten , und das Portrait des Dr. M. Luther. Ein anderes Blattgibt das sächsische Wappen, und somit besteht es in 11 Blättern.Auf Holzschnitten kommt das Monogramm mit der Jahrzahl 1013 vor.Auch der Meister /. R. , und der Formschneider M. Thym fügten dasZeichen bei. II. 10 Z. 4 L. Br. 6 Z. 10 L.
J. Hauer zeichnete aber auch noch andere Bildnisse zum Holz-schnitte. Das Monogramm mit der Jahrzahl 1011 steht auf .jenemdes Daniel Sennertus Vratlaviensis Medicinae Doctor et ProfessorWittenbergae Aetatis Anno XXXIX. Oval. H. 0 Z. 8 L. Hr. 4 Z. 8 L.Ein anderes Hildniss mit dem Monogramm und den Buchstaben M W hatdie Umschrift: Efßgies Reverendi alq. ExceUentissimi Viri JoannisFoersleri S. S. Theol. Doctoris et in Acadetnia Wilenbergensi Pro-fessoris Ordinarii Anno MDCX1II. — Aetatis Suae XXXVIII. Oval.IL 0 Z. 7 L. Br. 4 Z. 9 L.
Christ, Monogr.-Erkl. S. 201, gibt das Monogramm mit der Jahr-zahl 1012, und sagt, dass es auf kleinen radirten Blättern mit Figuren