Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
788
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788 IAL-IALR. Nr. 1874-1877.

im Bilde aber auch kleiner. Laurent war Professor der Zeichenkunstan der Ouvrierschule zu Epinal, und gab als solcher 1827 einen Coursde dessin liniaire ä l'usage des icoles des beaux-arls heraus.Er starb um 1840.

1874. Johann Adam Longerich, Münzmeister in Cöln 1700, undtat dann in Düsseldorf 1707 und 1708, zeichnete Münzstompel

1. A. Ld.

Johann A. Linck, Münzmeister in Heidelberg von 1660—1711.Die Initialen seines Namens findet man auf churpfälzischen Münz-geprägen, und auf einem Vikariatsthaler mit dem Bildnisse des JohannPhilipp von der Pfalz 1711. Auch auf den '/„-Thalern kommen sie vor.

1875. Jan Antolne Langendyck, Zeichner und Maler, geb. zuff n p , Rotterdam 1780, gest. zu Amsterdam 1818, ist durch

■J.JV.J^.a,. schöne Zeichnungen in Tusch und in Farben bekannt,und dann auch durch eigenhändige Aquatintablättcr, welche ihm abernicht gelungen sind. Immerzeel spricht summarisch auch von geätztenBlättern, deren Ch. Kramm nicht kennt. Es handelt sich wahrschein-lich um die von J. Bemme nach Langendyck's Zeichnungen radirtenund mit dem Stichel vollendeten Blätter, auf welchen die obigen Ini-tialen und die Cursiven JB vorkommen. J. Bemme A. Z. ätzte sechsBlätter mit Pferden und Reitern 1802, 4.; sechs Blätter Landschaftenmit Soldaten und Vieh 1804, 8.; fünf Blätter Pferdeköpfe, qu. 8.,u. s. w. Langendyck hat aber selbst etliche Blätter radirt. Zwei der-selben mit Soldaten sind betitelt: Engeische Gardes en RussischGranadier, 4. Auf diesen Blättern kommen die Initialen vor. MitJ. A. Langendyck und J. Bemme ist Ch. Kramm, der Ergänzer desWerkes von Immerzeel nicht vollkommen ins Reine gekommen. Aufdas Radirwerk des letzteren gehen wir unter den Cursiven JB näher ein.

1876. Johann Aemilus Spinnecker, Buchdrucker oder Buchhändlerin Groningen um 1670, bediente sich einer in Holz ge-schnittenen Titelvignette mit einem Palmbaume und demMotto: Sub Pondere Viclrix. Unten am Stamme ist einrunder Schild mit dem Monogramme angebunden. Letzteresscheint aus den Buchstaben AILMSKR zu bestehen,

und bezieht sich daher auf Aemil Spinnecker. Wir fanden die Vignettein dem Werke des Sam. Maresius: Systema Theologicum. Groningae,Aemil. Spinnecker i613, 4.

1877. Zeichen der Porzellan-Manufaktur in Meissen von 1706bis 1730. Die Fabrikate der alten königlich sächsischenManufaktur, in welcher die Erfindung des Porzellan durchBötger eine europäische Bedeutung erhielt, stehen heutzu-tage in hohem Werthe. Gefässe und Gruppen sind von grosser Fein-heit der Masse und sehr schön modellirt, und die Malereien und Ver-zierungen sind dem gemäss. Von 1730 an wurden als Stempel diesächsischen Churschwerter gewählt, und von da an datirt das neu-oder chursächsischc Porzellan. Man erkennt ca an den weniger feinenund brillanten Verzierungen, und an dem schreienden Tone der Car-nation der Figuren. Im Handel werden aber solche Stücke oft füraltsächsisch ausgegeben. Um die im Weissen verkauften Waaren vorder Nachbildung zu kennzeichnen, wurde in der weichen Masse mitder Roulette durch das Fabrikzeichen gefahren. Eines ähnlichenStempels bediente sich auch die Fabrik Locre, genannt de la Courtille,

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