786 IAH. Nr. 1865-1868.
aus dem Haag gebürtige, und nach England übergesiedelte Jan vander Hagen i673 geboren worden sei. Diese Notiz fanden wir vor,und sie möchte für den J. van der Hagen des W. Stanley wohl Grundhaben, nur ist im Lexicon der Künstler dieses Namens von 1650 ff.nicht unterschieden. Wir nehmen zwei Künstler an, und der ältere,vorzüglichere Meister dieses Namens muss in den Gegenden von Cleveund von Nymegen sich umgesehen haben. Seine mit farbigen Stiftenund in Aquarell ausgeführten, und sehr geistreichen Zeichnungen er-innern an jene Gegenden. Auf solchen, und nur auf wenigen Gemäldenkommt das Monogramm abwechselnd mit den Initialen /. V. H. vor.
Ch. Kramm (De levens en werken der holt, en vlaam. Kunst-schilders fß57) fand in den Papieren^der Kunslschilders-Confrerie-kamer van Piclura 1656 im Haag einen Joris van der Haagen alsLandschaftsmaler genannt. Damals traten 47 der vorzüglichsten Künstleraus der St. Lukasgilde, und bildeten eine eigene Gesellschaft. Darunterwar auch Joris, welcher im Gildcboek Verhaagen und Van der Haagengenannt wird. Sein Todesjahr ist nicht angegeben, es kommt aber inder Kunstgeschichte auch kein Joris van der Haagen vor. In altenCatalogen ist nur von Landschaften mit Thieren von einem J. Haagenoder J. van der Haagen die Rede. Kramm glaubt daher, dass derBuchstabe J zur willkürlichen Annahme eines Jan Veranlassung ge-geben habe. Nach Kramm müsste demnach Jan van der Haagen demJoris van der Haagen weichen.
1865. J. A. Houthuysen, Landschaftsmaler, war im 17. Jahrhundert(^y/f I* den Niederlanden thiitig. Man findet Landschaften mit Figuren
Lrj in der Weise des J. Ruysdael und de Vries, welche aber in* I einen braunen Ton fallen * und nicht von Härte frei sind.Houthuysen erreichte seine Vorbilder nicht, die von ihm vorhandenenZeichnungen mit dem Monogramme lassen aber dennoch einen Künstlervon Talent erkennen. In der Sammlung des Senators Dr. Gwinner zuFrankfurt a. M. ist eine Landschaft mit dem Namen, und eine zweitebesass Dr. Goldschmid daselbst. Das Monogramm ist mit dem Namenverbunden.
1866. Johannes Antonius Hugneta, Buchdrucker in Lyon, bedienteA , sich einer in Holz geschnittenen Vignette, welche mit dem
£.1, gegebenen Zeichen seine Adresse bildet. Sie zeigt in der
f^s(T\ Mitte eine Himmelskugel, links die Figur des Ptolomäus und
\rsCy rechts jene des Euklides, mit dem Motto: Vniversitas verum
GB ul pulvis in manu Jehovae, kl. qu. 4.
1867. Unbekannter Formschneider, welcher um 1550 in ErfurtT. Ä T DTT 1 Beleb* haben dürfte. Die gegebenen Namenszeichen1/1 J |\L finden sich auf einem Holzschnitt-Titel, welcher inOval die allegorische Figur der Musik mit der Laute als altdeutscheJungfrau vorstellt. Dieser Holzschnitt gehört zu einem lateinischenGedichte: Encomium Musicae Artis Antiquissimae Et Divinae.Carmine — scriptum et recitatum Wittebergensi. — Anno iä&ia Joanne A. Holthevsero Hilphvsano. Erfurt bei Martin von Dolgcn1551, 4. Das erste Zeichen wird sich wohl auf Johannes A. Iloltheuserbeziehen, und das andere könnte den Namen des Roctor Faber an-deuten. Heinrich Faber war Musiker in Naumburg.
1868. Jobann Anselm Hallaicher, Münzmeister in Werthheim vonIAH 1694— t69tJ > zeichnete die Stempel zu den in jenen Jahren
' erschienenen Münzen /. A. H.