Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
723
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I, J.

1741. Israel van Meekenen. Goldschmied und Kupferstecher vonBocholt, findet hier nur einen vorläufigen Ar-tikel, da der Buchstabe # nur auf zwei Kupfer-stichen vorkommt, während der Künstler häufig-J M und J V M zeichnete. Wir finden esgelegen, unter den Buchstaben / M ausführ-lich über ihn zu handeln, da auch Gemälde mitdiesen Initialen vorkommen, welche früher dem,Israel van Meekenen zugeschrieben wurden. DieLiteratur über die Kupferstiche dieses Meisters geben wir unter IMan, und es folgen auch Berichtigungen zu den früheren Artikeln überdenselben. Der gothische Buchstabe / findet sich, wie aus BartschNo. i47 zu ersehen, auf dem Blatte mit der thronenden hl. Jungfrau,vor welcher ein Mönch zwischen St. Andreas und St. Catharina kniet.H. 6 Z. 1 L. Br. 4 Z. 11 L. Nach Passavant scheint dieses BlattCopie eines verloren gegangenen Stiches des Meisters <S 3 von 146Özu seyn, und zwar von der Gegenseite, indem St. Catharina die linkeHand ausstreckt, um den Ring des Jesuskindes zu empfangen.

Ein zweites Blatt mit dem gothischen Buchstaben / beschreibtPassavant in den Supplementen zu Bartsch II. p. 197 No. 250. Es istdiess eine gegenseitige Copie der kleinen Fortuna von Albr. DürerB. 78. H. 4 Z. 5 L. Br. 2 Z. 10 L.

Von Bedeutung sind auch die Schilde, welche auf Blättern diesesMeisters vorkommen. Auf seinem Grabsteine von 1503 sind z'wcfWappenschilde mit gekrönten und geschlossenen Helmen, und der einevon diesen, der erste wie oben gegeben, findet sich auch auf Kupfer-'Stichen des Meisters vor, so dass er zum Monogramme wird, zugleich mitden beiden anderen Schilden, welche abwechselnd vorkommen. Das ersteWappen rechts vom Buchstaben steht auf dem Blatte mit der heiligenFamilie B. No. 148. Unten in der Mitte bemerkt man aber auch dieBuchstaben IM, und oben steht der Name bocholl, so dass über denSchild kein Zweifel bleibt. Das zweite Wappen befindet sich an derStelle des leeren Schildes an der Monstranze von Martin Schongauerjwelche I. van Meekenen von der Gegenseite copirt hat, B. No. 260.Auf dem Blatte mit dem grossen Bischofs-Stabc, B. 139, wird derdritte Schild von zwei geflügelten Genien gehalten, und ohne diesefindet er sich in einem friesartigen Ornamente, wo links das Christus-kind mit einem Engel, und rechts Johannes mit einem anderen er-scheint , P. No. 264. Dieses Blatt ist von einem unbekannten nieder-ländischen Meister, und Israel hat nur seinen Schild beigefügt. DieserAnonymus hat auch verschiedene Blätter zu des Bocatius Bücher Decasibus tirorum illuslrium und De mulieribus claris gestochen!Vgl. Sotzmann, deutsches Kunstblatt 1851, S. 394 ff..

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