710 HW. Nr. 1694—1697.
AAjschliiss. Unten in der Mitte kommt Christus mit dem Kreuze zumThore heraus, und der Zug geht nach oben, verschwindet aber hinterdem Berge. Gegen rechts am Berge wird der Hailand von drei Hen-kern an das Kreuz genagelt, und oben auf dem Bergt bangt er zwi-schen den Schachern am Kreuze von vielen Soldaten umgeben. Maria,Johannes und die Frauen stehen in einer Tiefe. Gegenüber wird derLeichnam in einen Rundtempel gebracht, auf welchem der Heiland mitder Siegesfahne steht. Rechts am Rande erscheint Christus als Gärtnerder Magdalena. Das Monogramm steht unten in der Mitte des drittenBlattes. Die alten Abdrücke sind selten, die neueren kommen in derv. Derschau'schen Sammlung vor. H. 13 Z. 9 L. Br. :tl '/,. ti L.
1694. Hans Widenmann, Maler von Weisseuhorn, kommt in den, T T Ar y- Bürgerbüchern der Stadt Ulm in den Jahren 1480,
I ---- 1 \ Y / 1490 und 1495 vor. Im Jahre 1490 war er auch Mit-
II W glied der St. Lukasbruderschal't bei den Wengen, doch
hatte er in Weissenburg noch immer ein Haus. Dieses ging 1493 inFlammen auf, wobei Tafeln zu Grunde gingen, wie Fiorillo bemerkt.Nach Woyermann (Kunstblatt 1830 S. 162) kommen auf seinen Ge-mälden die Buchstaben HW vor. Wir wissen nicht, wo sich solchefinden.
1695. Unbekannter Formscbneider, welcher gegen Ende des 16.Jahrhunderts gelebt bat. Ein sehr mittelmässigcr Holz-
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H\XX II schnitt mit diesem Zeichen stellt die hl. Dreieinigkeit-J— - — ^--— V in der Glorie vor. Von den drei göttlichen Personen
drei göttlichen Personengehen Strahlen aus, und dio Wundmale des Heilandes, und die Sym-bole der Menschwerdung concentriren sich in dem Munde des rechtsunten mit der Flinte sitzendeu Mannes im deutschon Costüm. Linksnach unten bemerkt man das Täfelchcn mit H W. H. 10 Z. 3 L.Br. 9 Z. 1 L. Bartsch IX. p. 442 gl au °t, dass eine Zeichnung vonVirgil Solis zu Grunde liege. Er nennt den Schnitt: exlremementmedioere.
1696. Herzog Wilhelm von Bayern figurirt im Peintrc - graveurvon Bartsch VII. p. 466 unter den Zeichnern oder Form-schneidern, was wir nur kurz berichtigen, da die Blätterauf welchen das gegebene Täfclchen mit H W vorkommtunter C% C x /. No. 2372 beschrieben sind. Die BuchstabenH W beziehen sich auf die Figur des Herzogs Wilhelmneben jener seines Bruders Ludwig, dessen Name durch
HL im Täfelchen ausgedrückt ist. Auf dieses Vcrhältniss macht schonHeller in der Geschichte der Holzschneidekunst S. 97 aufmerksam, under tadelt Brulliot, welcher dem A. Bartsch nachgeschrieben hatte. Dochwusste auch Heller nicht, dass die Holzschnitte von Caspar Clofliglherrühren.
1697. Hans Wandereisen, Briefmaler und Formscheider in Nürn-krl V W/1— I VW/U ►f'W7 ber S> scheint durch diese Buch-n/fc W, l\ yK W, 11 /p vW staben seinen Namen angedeutetft -» t^H^-t, ^\ S^~U * wTS zu baben. Der Meister H WV\\^>VV^ , < ~- v ri X W__J lebte in Nürnberg, denn er kam
-^------------- ~~^ ^wanmiaimi*" 1 ' mit II. Guldenmund und Hans
Glaser in Berührung. Man weiss, dass Wandereisen Gelegenheitsbildermit Reimen von Hans Sachs theils colorirt, theils schwarz verbreitethabe; auch unser H W publicirto Bilder aus der Zeitgeschichte, Kriegs-Scenen, Fehden, Schlachten, Costüme, u. s. w. Von Wandoreisen