Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
672
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PL

672 HV. Nr. 1600—1603.

zu gehören. Börner besass vier Blätter, das eine ist aber ohne Zeichen.H. 1 Z. 6 L. Br. 2 Z. Das Monogramm enthält die Namens-Initialendes Heinrich Ulrich, er verband sie aber in anderer Weise, wie untenzu sehen ist.

1600. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Antwerpen gelebt,• ffl. • haben dürfte. Sein Zeichen findet man auf einer in Kupfer.' itt •' gestochenen Ansicht jener Stadt mit den Forts und Schanzen,welche auf den Erdzungen und Dämmen der Scheide errichtet sind.Unten links und rechts sind Schrifttafcln: Conterfaytinge van de forlenende schansen daer mede de dycken vande Riuiere Sande Scheidebeset zyn elc. 1604; Conlrefailur der feslung mid schansen etc.Links in halber Höhe steht: Den Leger vanden Prince van Parma.H. 8 Z. 3 L. Br. 12 Z.

1601. Jan van Huysum nennt sich ein Calligraph, welcher umsT// 16i>!> in Amsterdam thätig war. Er hiutorliess schöne

^rXL, Tableaux mit Schriften und Figuren und Thieren inß-Z2>. Schreibei'zügen. Auf solchen Blättern kommt das eineoder das andere Monogramm vor, und dann auch der Name: Jan vanHuysum Schryflmesler. Ein ganzes Schriftwerk kennen wir von diesemMeister nicht.

1602. Gerard van Herp nennt man einen Historienmaler, dessenWerke den Schüler des P. P. Rubens verkünden. Im Museumzu Brüssel wird ihm ein Bild des hl. Nikolaus von Tolentinozugeschrieben, es soll aber der Name nicht richtig gelesenseyn, indem sich eher G. v. Herck herausstellt, welcher eben-falls den Vornamen Gcrard geführt haben könnte. Ein van Herck sollebenfalls Schüler von Rubens gewesen seyn, und man findet historischeBilder unter seinem Namen, welche die Richtung dos Rubens verrathen.Das obige Monogramm wird in Burtjji's Tratte' des connaissances neces-saires aux amateurs de tableaux I. p. 301 dem Gcrard van Herp zu-geschrieben, es könnte aber ebensowohl auf van Herck bezogen werden.Ein Gerard van Herp oder Harp kommt im Buche der St. Lukasgilde(Liggere) zu Antwerpen nicht vor, und er war somit als Schüler desRubens nicht immatrikulirt Im Museum zu Berlin sieht man aberein Bild mit dem Namen G. v. Herp, und der Catalog nennt denMeister Geritz van Herp. Dieses Gemälde stellt eine Bauernfamilievor, bei welcher der Satyr am Tische sitzt, und sich wundert, dass dieLeute durch den Athem das Essen kalt machen. Das Bild ist nichtsonderlich geistreich aufgefasst, man erkennt aber die künstlerischeRichtung der Schule des Rubens.

Wir haben also einen G. van Herp, und einen G. van Herck,beide als Schüler des Rubens bezeichnet. Der Name Gerard oderGerritz ist unsers Wissens nirgends ausgeschrieben, und somit nurmuthmasslich. Das Zeichen kann sich ebensowohl auf van Herck, alsvan Herp beziehen. Dazu kommt noch ein zweiter G. van Herp oderHarp, welcher nicht unmittelbarer Schüler des Rubens seyn konnte,da er um 1630 geboren wurde. Er malte Conversationsstücke in derWeise des l'alamedes und im Nachklänge an die Schule des Rubens.Auch auf ihn könnte sich das Monogramm bezichen, und man mussdaher im vorkommenden Falle zu unterscheiden wissen.

1603. Heinrich Ullrich, auch Virich und Vllrich, Maler und Kupfer-Tjrrij/- Stecher von Nürnberg, trat gegen I !>!)!> als Künstler auf, und'■TV/TV hinterliess eine bedeutende Anzahl von Blättern, deren wirim Künstlcr-Lexicon XIX. S. 229 unter 67 Nummern beschrieben haben.