HL
548 HR. Nr. 1402 — 1405.
nominis primus Casimiri fiiius 'etc. etc. Es folgt die Lebensgcsehichtedes Königs, und rechts unten licsst man :
Hier. Viel
MDXXXII.
Dieses Blatt kommt selten vor. Es wurde wahrscheinlich zu einerpolnischen Chronik oder zu einem anderen Gcschichtswcrk benutzt, fol.
1402. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1583 thätig war.Das gegebene Zeichen findet man auf einem Watte mit der Be-lagerung von Gran, in Folge deren Stadt und Festung den Türken
entrissen wurde. Unten in der Mitte ist das Zelt des Herzogs vonLauenburg, rechts sieht man die Zelte' des Erzherzogs, der bayerischenund deutschen Reiterei, so wie jene der Ungarn, qu. fol. Der Kupfer-stecher konnte in Wien gelebt haben. Es war ihm der Kriegsschau-platz bekannt.
1403. Unbekannter Maler und Radirer, welcher in der zweiten■j-jj Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig war. Bf kommt mit. einem-L-Lv Monogrammisten US in Berührung, dessen Zeichen wir II. N. \'M\\gegeben haben. Man erklärt es auf Daniel Savoye, welcher einWanderleben führte, und am längsten in Dresden und Augsburg sichaufhielt. In Augsburg lebte um 1070—1080 der Maler H. F. Raidcl,welcher kleine Blätter mit Soldaten und ihren Weibern paarweiseradirt hat. Das obige Monogramm kommt mit jenen des Meisters USebenfalls anf 12 kleinen Blättern mit Soldaten und Offizieren in ver-schiedenen Stellungen vor. Vielleicht rührt ein Theil von II. F. Räldelher. Man schreibt aber die Radirungen dem Daniel Savoye zu, undin diesem Falle müsste der Monogrammist // R der Zeichner oderMaler seyn. Wir bringen unten ein schief gestelltes Monogramm HRauf einem Gemälde mit Figuren, worunter ein Soldat die hervorragendstePerson ist. Dieser Monogrammist gehört der holländischen Schule an.Daniel Savoye lebte ebenfalls einige Zeit in Holland.
1404. Heinrich Raab, Goldschmied und Kupferstecher, war umld 1040—1050 in Nürnberg thätig. Ein Thoil seiner BlätterrrOiccä/ ergc hien bei Paul Fürst daselbst. Er stach etliche Bildnisse,TR, Je Wappen und Muster für Goldschmiede. Letztere erscheinenauf schwarzem Grunde, und sind sehr schön behandelt. Darunter isteine Folge von 6 Blättern. Auf dem ersten steht das MonogrammHR mit Fecit, dann die Adresse: Paulus Fürst exeudit norimberij.Das vierte Blatt zeigt ein aus II RF in Doppellinien gebildetes Mono-gramm mit dem Beisatze Ao. 4ö (1048), und auf dem sechsten Blatteliest man: Gesl pour auoir de Varyent. II. 2 Z. iL. Br. 2 Z. i) L.Das Monogramm HUF schreiben Heiler und Brulliot irrig dem Henrile Roy zu. Raab stach auch noch eine zweite Folge von sechs Blät-tern mit ähnlichen Mustern für Goldschmiede!, und fast in der Grösseder anderen Blätter. Es kommt ebenfalls das Monogramm darauf vor,zugleich aber auch der Name. Dann findet man das eine oder dasandere Zeichen auch auf kleinen Blättern mit Wappen als Muster fürGraveure. Das aus II RF bestehende Zeichen ist No. 1433 gegeben.
1405. Goldschmiede, Medailleure und Münzmeisler, welcheF^lfT) Gepräge mit dem Monogramme und den Initialen HR
Hl., IHK.IrHK zeichneten. Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen etc.S. 140, gibt Namen und Zeitbestimmung, und überlässt das Uebrige denNumismatikern und Münzsammlern.
Heinrich Reltz, auch Ritz, ist als Goldschmied und Stcmpel-schneider zu den berühmtesten Meistern der ersten Hälfte des 10. Jahr-